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Friendica – und es geht weiter

Inzwischen habe ich ein paar Monate mit meinem eigenen Friendica-Node verbracht und muss sagen, dass er mich immer wieder erstaunt. Die Verbesserungen sind selbst in dem kurzen Zeitraum deutlich spürbar. Doch dazu später.

Die Einstellungen zur Sichtbarkeit von Einträgen ist zwar wie schon bemerkt nicht so ansprechend, wie bei G+, aber unglaublich funktional. Dass man Kontakte einzeln auswählen kann (und zwar positiv oder negativ) hatte bAvatar schon in einem Kommentar zum letzten Beitrag erklärt:

Wenn du Nutzer zu Gruppen zusammenfasst, dann erscheinen in dem Dialog zuerst die Gruppen und dann die Nutzer. Man könnte also an alle Freunde außer Max posten um die Geburtstagsvorbereitungen zu planen, das sind zwei Empfänger: die Gruppe Freunde und „nicht Max“.

Spannend für Menschen, die sich langsam von Facebook entfernen wollen, ist dabei, dass die Kontakte global für Gruppen auswählbar sind. Egal ob Facebook-Kontakt, Diaspora-Kontakt oder Friendicanutzer, alle können gemischt in eine Gruppe und so quasi individuell mit Beiträgen bedient werden.
Man kann sogar per „@Name“ über die Netzwerkgrenzen hinweg Personen verlinken. Bei Diaspora und Friendica geht das problemlos, der Name wird einfach per Link unterlegt. Leider funktioniert das auf Facebook noch nicht, so dass der User auch keine Nachricht darüber erhält, dass er in einem Beitrag auftaucht.

Nun zu den (von mir gefundenen und aktiv genutzten) Neuerungen:
Mindestens mit die Themes diabook und dispy sind sehr ansprechend und erklären sich nun fast von selbst. Auch die persönlichen Einstellungen haben durch die Einteilung in Kategorien deutlich an Benutzerfreundlichkeit gewonnen.
Hinzu gekommen sind einige Erweiterungen, darunter ein Chat, der auf dem XMPP/Jabber-Protokoll basiert. Für die Nutzung braucht man jedoch einen existierenden Jabber-Account (den man sich aber ohne Probleme bei einem der freien Server anlegen kann, oder den man sowieso schon bei web.de oder gmx.de zu seiner Mailadresse dazu bekommen hat). Die Konfiguration des Chats wird hier ausführlich beschrieben. Besonders interessant für Umsteiger dürfte sein, dass sich das Chat-Plugin auch anstandslos mit dem Facebook-Chat verbinden lässt. Leider gibt es noch keine Möglichkeit mit seinen Facebook-Freunde und seinen Friendica-Kontakte gleichzeitig zu chatten. Entweder ein normaler Jabber-Account und die Freiheit mit allen zu chatten (auch mit Nicht-Friendica-Nutzern), oder der Facebook-Chat nur mit Facebook-Freunden. Bei der schnellen Entwicklung von Friendica würde es mich allerdings nicht wundern, wenn das in den nächsten Monaten auch geht.

Eine der wichtigsten Verbesserungen für Umsteiger dürfte allerdings der bessere Facebook-Connector sein, der nun nicht mehr leere Posts und jedes Like einzeln anzeigt.

Der Twitter-Connector macht auch einen stabileren Eindruck und hat nun einen Linkverkürzer mit an Bord. Dazu kann man in den Einstellungen auswählen, wie mit Tags umgegangen wird. Entweder sie werden als Link auf den Friendica-Tag an Twitter weitergegeben, oder als Text – und damit als Twitter-Tag.

Fazit: Nach nur drei Monaten ist Friendica enorm gewachsen. Nicht nur die großen Sprünge mit neuen Features sind mir aufgefallen, sondern vor allem die Detailverbesserungen und die stark verbesserte Usability. Wenn es jetzt noch eine Möglichkeit gibt, Facebook-Seiten von Friendica aus zu kontrollieren, oder zumindest mit Inhalt zu versehen, dann ist der Facebook-Tab in meinem Browser Geschichte. Weiter so!!

WikiEditor für Mediawiki

Da ich kein Fan davon bin, nicht überlebenswichtig-geheimes Wissen hinter der Stirn einzuschließen und mir ein solcher Blogartikel vor ein paar Tagen weiter geholfen hätte, müsst ihr diesen Artikel über Mediawiki-Kram ertragen. – Auch wenn er schätzungsweise eine Zielgruppe von ca. 3 Menschen hat (vielleicht auch mehr, dank des Google-Übersetzers).

Die Offene Bibel bekommt einen neuen Editor. Dieser ist wesentlich funktionaler, als der Standardeditor. Das gilt zumindest für die Menschen, die nicht täglich mit dem Mediawiki arbeiten. Er bietet Wikitext-Schnipsel, eine Hilfe und sogar Sonderzeichen. Mit letzteren können endlich auch hebräische und griechische Wörter direkt eingegeben werden, inklusive Akzente und Vokale. Der WikiEditor ist ein tolles Ding, leider ist er noch im Beta-Status und wird zur Zeit auch von der Wikipedia ausprobiert. Bis jetzt sind mir keine Fehler aufgefallen, deshalb habe ich mich daran gesetzt den WikiEditor (genauer die Toolbar) für die Offene Bibel entsprechend zu modifizieren. (mehr …)

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