erlöst – vergnügt – befreit             mal kritisch – mal blauäugig – mal vergeekt

Beiträge mit Schlagwort ‘CyanogenMod’

Android 5.1 Lollipop auf dem Wiko Rainbow

Screenshot_2016-01-04-13-09-06

Benachrichtigungen + Schnelleinstellung mit einem Wisch 🙂

Da mein Wiko Rainbow immer mehr Zicken machte und diverse Apps nach einem Update nicht mehr starten wollten, war es Zeit für ein Update. Wenn dann richtig, dachte ich mir und installierte CyanogenMod 12.1 alias Android 5.1 Lollipop.

Die Prozedur ist denkbar einfach, wenn man den Weg kennt und keine unerwarteten Stolpersteine auftauchen. Mein Stolperstein waren die Abstürze der benötigten Apps unter meinem Standard-Android 4.2. Deshalb musste ich erst auf das Android 4.4 von Wiko updaten. Dazu musste ich leider Windows hochfahren und dort das heruntergeladene Updateprogramm ausführen. Mit der Wiko-Anleitung ist das selbst für Laien schaffbar. (Vorsicht, das ausgeschaltete(!) Smartphone erst nach Aufforderung per USB an den Rechner anschließen.)

Nach dieser Hürde musste ich dann folgende Punkte nacheinander abhaken:

  1. Daten sichern. Wenn ihr ein Smartphone gleicher Bauart (aber nicht mit Wiko-Software) habt, dann müsst ihr zusätzlich die IMEI sichern und als erstes ein Original-Wiko-Rom installieren.
  2. Smartphone rooten. Das ging mit Kingroot ohne Probleme, auch wenn es wesentlich länger dauerte als unter Android 4.2 mit Framaroot. (Download aufs Smartphome -> ggfs. die Installation von Apps aus unbekannten Quellen erlauben -> Installieren -> ausführen und rooten)
  3. Flashify (for root users) aus dem Play-Store herunterladen. Damit ist das Smartphone soweit vorbereitet.
  4. Dateien herunterladen. Jetzt ladet ihr euch aus diesem Foren-Thread aus dem ersten Beitrag unter Downloads die Dateien ROM, Recovery und GAPPS herunter. Wenn ihr ein googleloses Smartphone (also auch ohne Play-Store) wollt, lasst die GAPPS weg.
  5. SD-Karte vorbereiten. Kopiert die heruntergeladenen Daten auf eine leere Micro-SD-Karte, steckt diese in euer Rainbow und dann kann es los gehen.
  6. Recovery flashen. Flashed jetzt mittels der App Flashify das Recovery-Image (recovery-cm12.img) auf euer Telefon. (Flash -> Recovery image -> choose file ->…)
  7. Rebooten ins Recovery (das heißt übrigens PhilZ Touch Recovery), das sollte einfach ohne weiteres Zutun gehen.
  8. Löschen und flashen. Im Recovery angekommen löscht ihr nun den Dalvik, den Cache, die Userdaten und wählt dann „install zip“ und navigiert zu eurem Rom (cm-12.1-*-UNOFFICIAL-rainbow.zip) und flashed es auf euren Regenbogen.
  9. Booten und nochmal ins Recovery. (nur wenn ihr die Google Apps auch installieren wollt) Ich habe auf die Schnelle nicht die Tastenkombination für das Booten ins Recovery gefunden (Nachtrag vom 5.4.16: Laut und Leise gleichzeitig gedrückt lassen und Einschalttaste drücken. Danke an alexanderborowietz, siehe Kommentare), deshalb habe ich es mit Bordmitteln des neuen Systems gemacht: Einstellungen -> Über das Telefon -> 7mal auf Build-Nummer tippen, um die Entwickler-Optionen freizuschalten. Die tauchen nun in den Einstellungen direkt über „Über das Telefon“ auf. Dort habe ich dann „Erweitertes Startmenü“ aktiviert und schon konnte ich nach langem Druck auf den Einschaltknopf und der Auswahl „Neustart“ wählen, wie der Neustart durchgeführt werden soll. In unserem Fall „Recovery“.
  10. GAPPS flashen. Nun nocheinmal per „install zip“ die gapps-*.zip-Datei auswählen und flashen.
  11. Freuen!

Ihr habt nun Android 5.1 Lollipop auf eurem Wiko Rainbow. Bis jetzt läuft mein Telefon stabil, schnell und hatte nur ein Problem: Die AldiTalk-App kann sich nicht anmelden. Nunja, was solls. Übrigens:

Screenshot_2016-01-04-13-16-11

Einstellungen ->Datenschutz

Wer Root-Rechte haben möchte, muss in den Entwickleroptionen „Root-Zugriff“ entsprechend anpassen. Zusätzlich sollte auch ein Blick in die Einstellungen unter „Datenschutz“ interessant sein. Hier könnt ihr im Play-Store zwangsweise erteilte Berechtigungen von installierten Apps zurückziehen bzw. nur auf Nachfrage erlauben. So fand ich es zum Beispiel sehr erstaunlich, wie oft WhatsApp auf das Adressbuch zugreifen möchte…

In den nächsten Tagen experimentiere ich wohl noch ein wenig herum, es könnte also noch etwas zum Blogeintrag hinzukommen 😉

Edit (12.1.16): Nach ein paar Tagen Testen kann ich nun folgendes sagen: Ich bin im großen und Ganzen zufrieden. Hin und wieder mal ein Absturz ist in Ordnung (weniger als täglich), hin und wieder ein millisekundenlanges Hängen auch. Ansonsten habe ich noch ein reproduzierbares Problem bei Snapchat festgestellt, das beim ersten Starten statt dem Kamerabild ein grünes Bild zeigt (lässt sich durch umschalten der Kamera lösen). Da Nervigste sind die immer wieder auftretenden Verbinungsabbrüche beim Wlan (das Telefon bleibt im Wlan aber kann keine Verbindung mit dem Internet aufnehmen. Erst ein Aus- und wieder Einschalten löst das Problem.) Da ich nichts diesbezüglich im Forum gefunden habe, mag das aber auch (wenigstens zum Teil?) an meinem grottigen Wlan und tatsächlichen Internetausfällen liegen. Ansonsten bin ich seeeeeehr zufrieden und werde bei Gelegenheit das Update einspielen – ja es gibt nun Version 3.0! Vielleicht haben sich ja dort die genannten Probleme schon erledigt. 😉

Advertisements

Nachschlag: Wildfire + CM7.2 mit mehr App-Speicherplatz

Nachdem ich gestern über  das Aufspielen von CyanogenMod 7.2 auf das Wildfire berichtet habe, kommt nun eigentlich das Beste zum Schluss. Durch einen Trick ist es möglich, den mageren Speicherplatz für Apps (so um die 130 MB) etwas zu erweitern.

Das ganze sollte man sich am besten vor dem Flashen von CM überlegen und gut vorbereitet sein.

Der Speicherplatz wird von der SD-Karte abgezwackt, was bedeutet, dass sie einerseits nicht zu klein, andererseits nicht zu langsam sein sollte. 4 GB und Class 4 sollten es schon sein, mein Wildfire läuft mit 8GB und Class 6.

Nun muss die Karte formatiert werden (das kann z.B. mit der gParted-LiveCD geschehen oder mit jeden anderen Partitionierungstool, das Partitionen mit dem Dateisystem ext4 formatieren kann):

  1. Partition:  Dateisystem: fat32 | Größe: komplette SD-Karte minus 1,5 GB (vielleicht ist auch mehr möglich)
  2. Partition: Dateisystem: ext4 | Größe: 1,5 GB
  3. Partition: (falls auch noch der Cache/swap ausgelagert werden soll, dann: ) Dateisystem Linux Swap | Größe: 256 MB (sollten mehr als genug sein)

Wo die SD-Karte sowieso schon im Computer steckt, können auch gleich ein paar Dateien drauf (auf die erste Partition, also die von Windows lesbare 😉 ):

  • cm-7.2.0-buzz.zip (von hier)
  • Mounts2SD_Ext4_2.2.0.zip (von hier)
  • gapps-gb-20110828-signed.zip (von hier)

Danach kommt die SD-Karte wieder ins Telefon. Nun kommt das Booten ins Clockwork Recovery wie hier in Punkt 9 beschrieben. Dann kann ein Backup via nandroid gemacht und danach alles gelöscht werden (wipe data/factory reset und wipe cache partition sowie im advanced Unterpunkt Wipe Dalvik Cache und Wipe Battery Stats).

Jetzt sind die Vorbereitungen abgeschlossen und es kann losgehen. Unter install zip from sdcard wird mit choose zip from sdcard als erstes cm-7.2.0-buzz.zip ausgewählt und installiert. Nach dem flashen erlaubt man mit einem reboot den System sich zu akklimatisieren. Wichtig ist hierbei, dass in dieser Phase nichts installiert oder groß konfiguriert wird. Dann wieder ins Clockwork Recovery und Mounts2SD_Ext4_2.2.0.zip auf die gleiche Weise wie CM installieren. Wieder ein Reboot.

Tada! Es erscheint im App-Drawer eine App namens Mount2SD in der hoffentlich ein grüne Punkt oben rechts zu sehen ist, der  den Erfolg der Aktion verkündet. Damit die Apps jetzt auch tatsächlich auf der SD-Karte landen, muss unter Einstellungen » CyanogenMod » Anwendungen » Installationsort Extern ausgewählt werden.

Nach einem erneuten Reboot ins Clockwork Recovery können nun die Googleapps mittels  install zip from sdcard und choose zip from sdcard installiert werden.

CyanogenMod 7.2 auf dem HTC Wildfire

Vor ein paar Tagen habe ich es endlich gewagt, mich ans Flashen meines Smartphones zu wagen. Weil es diverse Anleitungen gibt und das Wildfire vermutlich nicht mehr sooo verbreitet ist, wollte ich eigentlich nicht darüber bloggen, aber es kam eine Nachfrage auf Twitter, deshalb…

Einen guten Überblick gibt dieser Forenthread und natürlich die Anleitung direkt bei CyanogenMod. Um es kurz zu machen:

  1. Auf dem Wildfire USB-Debugging anschalten (Einstellungen -> Apps -> Entwicklung [hoffe ich])*
  2. Wildfire ausschalten, dann Leiser-Knopf gedrückt halten und Einschaltknopf drücken -> hboot-Version muss 1.01.001 sein, bei einer 2 am Ende bitte erst auf 001 downgraden
  3. Revolutionary herunterladen und einen Beta-Key mit der Seriennummer deines Wildfires generieren
  4. Wildfire sicherheitshalber nochmal neu starten und an den USB-Port stöpseln
  5. Revolutionary in der Commandline/Shell starten, BetaKey eintragen
  6. Mit ein bisschen Glück ist das Wildfire jetzt S-Off
  7. Die Nachfrage ob das Clockwork Recovery installiert werden soll mit Ja bestätigen (hier klappte bei mir der Download nicht, was äußerst lange Nacharbeiten nach sich gezogen hat)**
  8. Wenn alles bis hierher geklappt hat, kann man nun die passende Version von CyanogenMod herunter- und auf die Micro-SDKarte raufladen (das geht auch unter Windows wunderbar, man muss dafür nicht adb bemühen)                        – zu mehr App-Speicherplatz geht es hier lang-
  9. Dann Wildfire neustarten und dabei wieder die Leiser-Taste gedrückt halten. Dann ein Druck auf Leiser und danach auf Power (also Recovery auswählen). Jetzt sollte der Clockwork Recovery Manager geladen werden.
  10. Hier kann nun per „install zip from sdcard“ das heruntergeladene Image von CyanogenMod aufgespielt werden (Navigation: Lauter/Leiser = hoch/runter, Power = Zurück, „Jogdial“ [unter Menü und zurück] = Auswählen). Auf die gleiche Weise können die Google-Apps installiert werden (GApps hier herunterladen, zip auf SDKarte und dann „install from sdcard“)
  11. Booten und Beten

Ein anderer Weg (ab Punkt 6) ist das Rooten des Smartphones per Gingerbreak (Anleitung Punkt 4) und die Installation von Rom Manager via Google Play (anschließend kann man das Clockwork Recovery und CM auch von dort aus installieren**).

Meine Wege zu CM waren verschlungen und führten oft genug zu einem schwarzen Bildschirm mit Warndreieck, aber letztendlich hat es sich doch gelohnt. Hätte ich einige Zusammenhänge, Dateien und Informationen vorher präsent gehabt, wäre es um einiges einfacher gewesen.

Nach ein paar Tagen Benutzung kann ich Folgendes sagen: CyanogenMod 7.2 (=Android 2.3.7) läuft flüssig und stabil, gefühlt etwas schneller als das Android von HTC. Die von mir viel genutzte Funktion des USB-Tetherings ist leider tief in die Menüs reingerutscht und wird nicht mehr beim Anschluss eines USB-Kabels angeboten (kann ich verschmerzen). Dafür kann man so ziemlich alles konfigurieren, von der Statusleiste, ober das Dock (man kann es auch ganz abschalten) bis hin zu den Energieeinstellungen im Benachrichtigungs-Slidedown). Auch die im Gegensatz zur Android 2.2-Version von HTC hinzugekommene Funktion des VoIP-Anrufs ohne zusätzliche App ist sehr praktisch (besonders, weil ich als 1&1-VoIP-Kunde überall „Festnetz“-Gespräche führen kann, wo ich schnelles Internet habe).  Was ich besonders gut finde ist, die Rootumgebung (ja, ich weiß, die hätte ich einfacher haben können 😉 ), die es z.B. erlaubt einige ungenutzte GoogleApps zu löschen und Berechtigungen von Apps zu manipulieren.

Einen Fallstrick möchte ich nicht unerwähnt lassen: Mit Themes sollte man sehr vorsichtig sein, ein kaputtes Theme führt zum Absturz der Standardumgebung ADW-Launcher, was mangels Ausweich-Launches zur Unbenutzbarkeit führen kann. Mir konnte nicht mal der Abgesicherte Modus helfen.

Nachtrag 12.4.13: Im täglichen Gebrauch habe ich einen Bug eintdeckt, den es auszutreiben galt: Das GPS wollte nicht. Um das zum laufen zu kriegen, musste ich hier die buzz.radio-3.35.20.10-signed.zip herunterladen, entpacken, und die radio.img mittels Terminal und fastboot (beschrieben unter **) mit dem Befehl  fastboot flash radio radio.img installieren.

* Unter Ubuntu/Mint muss man eine udev-Regel anlegen, damit das Wildfire für diesen Prozess korrekt erkannt wird: $ sudo touch /etc/udev/rules.d/51-android.rules und in diese neu angelegte Datei folgendes eintragen: SUBSYSTEM=="usb", ATTR{idVendor}=="0bb4", MODE="0666", GROUP="plugdev"

** Wenn das  nicht funktioniert, lade dir das Clockwork Recovery-Image für das Wildfire herunter, benenne es in recovery.img um und installiert es mittels adb/fastboot (für Ubuntu/Mint gibt es ein passendes PPA ohne allzu viele Abhängigkeiten und ohne komplette SDK, unter Windows solltest du hier fündig werden) auf der Kommandozeile: „fastboot flash recovery recovery.img“ (ohne Anführungszeichen). Ausführlicher in der oben verlinkten Anleitung unter Punkt 3. Was dort als „Handy in den Fastboot-Modus starten“ genannt ist funktioniert folgendermaßen: Wildfire neustarten und dabei die Leiser-Taste gedrückt halten. Nach dem „Booten“ noch einmal auf die Powertaste drücken.

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: