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Google+ und die Blogs

Der Blog, ein Urgestein des Web 2.0. Die Mikroblog-Bewegung konnte ihm nichts anhaben, Twitter und seine Ableger haben eher für noch mehr Hits gesorgt. Auch Facebook ist keine Konkurrenz, allein wegen der Begrenzung der Statustexte auf immerhin 420 Zeichen. Doch jetzt kommt Google+ mit (so weit ich gesehen habe) unbegrenztem Statustext im Stream. Die ersten Beiträge, die eine blogähnliche Länge haben geistern schon durch die Kreise.

Wird das ein neuer Trend? Werden in Zukunft immer mehr (kürzere und vielleicht auch längere) Blogeinträge auf Google+ landen, der Bequemlichkeit wegen? Vermutlich muss man hier zwischen den professionellen Bloggern und den Privatbloggern unterscheiden. Ein Robert Basic oder ein Sascha Lobo werden wohl kaum darauf verzichten wollen ihre eigene Internetpräsenz mit Statistiken und anderen Annehmlichkeiten zu betreiben, doch für die Privatblogger könnte Google+ zu einer praktischen Alternative werden. Wenn man sowieso schon eingeloggt ist und Links und Formatierungen in den Statustexten einfügen kann, warum nicht? Wenn es Google dann noch schafft einen googleeigenen Flattr-Ersatz für Statusupdates zu schaffen, könnte das das Ökosystem der Blogs nachhaltig verändern.

Ich bin von Google+ beeindruckt,aber trotzdem will ich weiter denken. Ein Gedankenanstoß: Wenn Google noch Hashtags einführt (und dadurch endgültig Twitter leerräumt), die Boggerszene aufmischt und Facebooknutzer in großem Stil zu Googleplus welchseln, ist Google dann irgendwann nicht nur Suchmaschinenmonopolist, sondern Internetmonopolist?

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