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Archiv für die Kategorie ‘OpenSource’

Alltags-Tools für Bilder

Auf dem Barcamp Kirche Online sprach ich nicht nur bei einer Session über den Adventskalender auf Snapchat, sondern auch zwischendurch viel über Tools, Websites und Helferlein für den Alltag. Jan bat mich, ein paar davon hier vorzustellen. Da in einem Megartikel zu viel untergeht, wird es ein kleine Blog-Serie. Dieses Mal gibt es das Thema: Bilder.

 

Tineye.com – Die Rückwärts-Bildersuche. Für mein Psalm 23-Heft und bei vielen anderen Gelegenheiten erwies sich eine akribische Suche nach Urhebern von Bildern als unbedingt notwendig. Nicht wenige Websites mit kostenlosen Bildern tummeln sich im Netz – aber welche Bilder davon sind geklaut? Ehrlich gesagt ist mir bis jetzt nur ein Fall untergekommen, bei dem ein Foto aus einer Bilddatenbank für lizenzfreie (oder CC0-lizensierte) Fotos auch noch lizenzpflichtig mit einem anderen Autorennamen bei einem kommerziellen Stock-Portal angeboten wurde. Trotzdem, hätte ich das nicht mittels Rückwärts-Bildersuche sowohl mit tineye.com als auch mit der Google-Bildersuche gecheckt, hätte ich jetzt mit Sicherheit ein Abmahnverfahren am Hals.

Bilder und Grafiken für lau. Immer wieder bin ich auf der Suche nach Grafiken und Fotos, die ich ohne rechtliche Probleme verwenden kann. Mittlerweile besitze ich ja zwei recht gute Kameras, was mich durchaus manchmal selbst auf die Suche nach einem passenden Motiv gehen lässt. Fehlt aber die Zeit, oder brauche ich etwas Besonderes, dann sind diese beiden Seiten meine Favoriten: unsplash.com und gratisography.com. Erstere sammelt von vielen Fotografen Fotos und hat eine Suchfunktion, letztere bietet Fotos mit einem besonderen Stil. Die Fotos von beiden Seiten sind lizenzfrei bzw. CC0-lizensiert, trotzdem lohnt sich zumindest bei unsplash für Vorsichtige ein Blick in die Rückwärts-Bildersuche. Ansonsten benutze ich gern die Google-Bildersuche mit der Zusatzeinstellung für Lizenzen. Für Grafiken/Cliparts benutze ich clker.com. Die Seite bietet lizenzfreie Grafiken im SVG- und PNG-Format. Die Qualität schwankt stark und manches wirkt altbacken. Trotzdem lande ich oft einen Glückstreffer.

qrcode.littleidiot.be – der QR-Code für Zwischendurch. Diese Seite liefert QR-Codes ganz nach Wunsch. Ob eine Visitenkarte, ein Link oder einfach Text, dieses Tool kann es. Eine Besonderheit ist, dass diese Seite auch QR-Codes im svg-Format ausgibt, also als Vektorgrafik, was ich schon öfters für Drucksachen brauchte.

GIMP, der Alleskönner – zumindest mit den passenden Erweiterungen. GIMP ist eine Bildbearbeitungssoftware für Windows, Linux und Mac. Die Funktionsvielfalt ist ähnlich erschlagend wie bei Photoshop und die Bedienung nicht immer einfach. Trotzdem ist dieses kostenlose Programm das meistgenutzte nach dem Webbrowser und Office. Um meine speziellen Anforderungen zu meistern braucht GIMP allerdings noch zwei Erweiterungen: Separate+ und Save for web. Ersteres erlaubt es mir druckfähige CMYK-TIFFs zu erstellen, letztere optimiert Bilder auf ihre Dateigröße hin, sodass sie auch mit schmalbandigen Internetanschlüssen zügig geladen werden können. Wie ihr die Erweiterungen installiert, ist je nach Betriebssystem verschieden, bemüht einfach die Suchmaschine eurer Wahl.

TinyPic – einfach Bilder verkleinern. Wer GIMP nur dafür öffnet, um ein Bild auf die passende Größe zu schrumpfen wird sich über das kleine Tool TinyPic als Alternative freuen. Einfach die gewünschte Bildgröße wählen, das Bild ins Programmfenster ziehen, fertig. (Als alter Linuxer benutze ich stattdessen natürlich convert auf der Kommendozeile 😉 )

Freifunk für Gemeinden

Für eine Methode in meinem Konfiunterricht (Blogeintrag folgt siehe „Konfistunde zur Passionsgeschichte„) brauchte ich WLAN. Allerdings konnte ich nicht einfach den Router des Gemeindehauses für die Konfis öffnen, deshalb entschied ich mich spontan einen Freifunk-Router aufzustellen. Der eignet sich übrigens nicht nur für temporäres Aufstellen für die Konfis, sonders besonders für den dauerhaften Betrieb für Flüchtlings-Cafes, Internet-Gottesdienste und ganz allgemein Gäste der Gemeindehäuser und Kirchen.

Warum ich nicht einfach den WLAN-Schlüssel an die Konfis weitergeben kann

  1. die Konfis würden sich im internen Netz bewegen und so bei schlecht konfigurierten Netzen  (wie sie leider in der 08/15-Gemeinde häufig vorkommen) auf interne Daten zugreifen. Das berührt dann die beiden sensiblen Bereiche Datenschutz und Datensicherheit.
  2. Was wenn die Konfis im Netz Blödsinn anstellen? Es muss ja gar nicht der große digitale Bankraub sein, es reicht ja schon ein illegal heruntergeladenes Musikstück. Die Haftung habe ich/die Gemeinde als Anschlussinhaber und zahle in aller Regel die Abmahngebühr von 500€ bis zu mehreren tausend Euro. Das Schlagwort hierzu lautet Störerhaftung. Auch wenn gerade ein neues Gesetz zu offenen WLANs auf dem Weg ist, wird es Die Störerhaftung nach Einschätzung einiger Rechtsexperten weiterhin geben.
  3. Habe ich einmal die Zugangsdaten herausgegeben, haben die Konfis sie entweder, oder ich muss sie immer wieder bei Bedarf ändern, was den anderen Mitarbeitenden sauer aufstoßen könnte, da sie dann nicht mehr ins Netz kommen.

Meine Lösung: Freifunk

Mit einem Freifunk-Router baut man ein zusätzliches Netzwerk auf, das nur den Internet-Zugang des Gemeinderouters braucht. Ist diese Verbindung erst einmal hergestellt lösen sich alle drei genannten Probleme in Luft auf, denn:

  1. Der Freifunk-Router leitet jede Verbindung durch einen verschlüsselten Kanal durch den Gemeinderouter (oder natürlich auch den normalen privten Router) und erst dann ins Internet (man spricht vom Tunneln, violett dargestellt). Aus diesem Datentunnel kann der Nutzer des Freifunk-Routers nicht ausbrechen und somit nicht auf Daten aus dem Gemeindnetz zugreifen.
  2. Der Tunnel wird vom Freifunk-Router genaugenommen nicht nur ins Internet gebuddelt, sondern bis zu einem speziellen Server, der nicht von der Störerhaftung betroffen ist. Erst dort gelangt der Nutzer des Freifunk-Netzes ins Internet. Damit ist die Kirchengemeinde die Haftungsfrage los.
  3. Durch das separate WLAN des Freifunkrouters können die Mitarbeitenden weiterhin im internen WLAN arbeiten, ohne sich mit Änderungen herumschlagen zu müssen.

test1Konkrete Schritte

Zuerst gilt es den richtigen Router für die Anforderungen zu kaufen. Für mal zwei bis drei Personen im Freifunknetz reicht ein Modell für etwa 15€ (TP-Link WR841N); für 15-20 Personen wie meine Konfistunde brauchte ich schon das nächst größere Modell für etwa 50€ (TP-Link WR1043ND). Hätte ich meine ganze Konfigruppe mit Teamern gleichzeitig online gebraucht hätte es wohl der Router für etwa 80-90€ (TP-Link WDR4300/ Archer C7) sein müssen. Im Zweifelsfall hilft die lokale Freifunk-Initiative gern weiter – persönlich oder per Website (Freifunk Lippe). Gerade bei komplizierteren Situationen (Außenbereich, WLAN soll woanders liegen, als der Anschluss ist,…) lohnt es sich Kontakt aufzunehmen.

Der von euch ausgewählte Router braucht nun neue Software, sogenannte Firmware. Die findet ihr ebenfalls auf der Website der lokalen Freifunk-Community. Diese Firmware (bitte passt auf die genauen Bezeichnungen und Versionen der Router auf) wird anschließend installiert. Auch damit sind euch die Freifunker im Zweifelsfall gern behilflich.

Danach sollte es ausreichen euren nagelneuen Freifunk-Router an euren Gemeinderouter anzuschließen. Letzter Schritt: Freuen und Surfen!

—-

PS: Freifunker arbeiten in der Regel sehr gerne mit Kirchengemeinden zusammen, da die Kirchtürme mit ihrer großen Höhe gute Positionen für Richtantennen sind und so Verbindungen über lange Strecken und die WLAN-Versorgung größerer Gebiete ermöglicht.

PPS: Was spricht dagegen? Nichts. Ok, ein paar Dinge könnte man anführen:
1. Mit dem Router wird ein offenes Wlan aufgebaut (meist mit SSID stadtxy.freifunk.net) in das sich jeder einloggen kann. Hu, auch Nicht-Gemeindemitglieder? Ja, und?!
2. Der Schutz vor der Störerhaftung ist nicht 100% sicher, sondern nur so um die 99,9999999% (jemand mit extrem vielen Kenntnissen könnte mit geringer Wahrscheinlichkeit den Router entsprechen hacken). Aber mal ehrlich, 100%ige Sicherheit gibt es nicht!
3. Es wird berichtet (wohl weil es in Deutschland wenig freies WLAN gibt) dass um die Freifunk-Hotspots gern auch bis spät nachts Menschen stehen, die laut sind – nichts, was man nicht im Notfall mit einer Zeitschaltuhr regeln kann.

Multi-Cam Livestreaming für kleines Geld

Was tun, wenn man einen MultiCam-Livestream machen will und dafür kein Budget hat? Improvisieren! Meine Lösung: Eine Kombination aus Webcam, Smartphone, Actioncam und der OpenSource Software OBS (Open Broadcaster Software – ich verwende die Version OBS Studio). Tatsächlich habe ich bis auf ein wenig Zeit genau 0€ in das System investiert, aber ich habe natürlich einen größeren Fundus an technischem Gerät zu Hause herum liegen. Selbst wenn ihr nichts außer einem halbwegs aktuellen Rechner habt, ist ein Livestream für kleines Geld möglich.

Exkurs: Warum nicht einfach mit Smartphone-Apps wie Periscope oder Bambuser? Weil dort keine Bauchbinden und eben keine Kamerawechsel möglich sind. Mein Anwendungsszenario sind Vorträge, Gottesdienste und  Podiumsdiskussionen, bei denen Sprecher wechseln und auch eine Totale zwischendurch sehr hilfreich ist.

Zentrale Schaltstelle ist ein Laptop mit OBS. OBS (Studio) läuft wunderbar unter Linux, OS X und Windows. Wie gut das Zusammenspiel mit den anderen Komponenten ist, hängt von den Treibern und Anschlüssen ab. Ich habe bspw. Probleme mit meinem kombinierten Audio-Ein/Ausgang (den ich für die Verwendung meines Mikrofons erst mit einem Adapter versehen muss) und meiner Actioncam SJ4000 (unter Linux läuft sie ohne Probleme als USB-Webcam und unter Windows stürzt sie ab).

OBS arbeitet mit Youtube, Facebook-Live und diversen anderen Streamingplattformen zusammen. Die Bedienung ist nicht immer ganz intuitiv, aber schnell erlernbar. Da ich euch hier nicht mit einer endlosen Slideshow von Screenshots zuballern will, habe ich die grundlegenden Funktionen per Video zusammengefasst (übrigens ist dieses Video per OBS aufgenommen, da OBS auch den Bildschirm und sogar einzelne Fenster abfilmen kann).

Zusätzlich zum Mikrofon und der Actioncam verwende ich noch eine Logitech C270 und im Notfall mein Android-Smartphones (per DroidCam in der Bezahlvariante). Für das Streaming in 720p braucht man schon einen ordentlichen Upstream (mein Versuch bei 1 MBit Upstream waren sehr dürftig). Hinzu solltet ihr eine Umgebung mit ausreichend Licht wählen, da die billigen Cams nicht besonders lichtstark sind. Für die Zukunft werde ich meine 3x4m Bühnenmolton (als Hintergrund) und meine zwei Softboxen mitnehmen. (Man mag kaum glauben, mit was für Hintergründen und was für Licht manche Veranstaltungen durchgeführt werden.) Wer auch bei schwierigen Aufnahmeverhältnissen eine bessere Bildqualität möchte, sollte sich mal die Webcam-Modelle von Logitech oder Microsoft für um die 100€ anschauen.

Mein Setup

Falls ihr kein gescheites Mikrofon, aber dafür einen Soundrecorder (wie etwa ein Zoom H2N) habt, könnt ihr auch den für eure Aufnahmen nutzen. Zumindest mein H2N kann als USB-Mikrofon genutzt werden.

Dieses einfache Setup mit billigen Komponenten kann beliebig nach oben aufgerüstet werden. OBS arbeitet auch mit HDMI-Capture-Cards zusammen, so dass ihr DSLRs und andere potente Kameras fürs Streaming benutzen könnt. Für die Zukunft plane ich für Konferenzsituationen noch ein Mischpult zwischen den Line-In/Mikrofoneingang und die Audioquelle einzubauen. Damit kann ich viele hochwertige Mikrofone gleichzeitig einsetzten und mir die ideale Audiomischung direkt per Kopfhörer zusammenstellen. (Ein großer Nachteil meines bisherigen Setups ist der nicht kontrollierbare Sound. Vielleicht ist dafür aber auch nur ein wenig mehr Herumprobieren nötig.)

Zum Schluß noch eine Auflistung der Komponenten mit ungefähren Preisen:

  • Logitech C270, Webcam (max. 1280×720) – ca. 30€
  • SJCAM SJ 4000, Actioncam (max. 1920×1080) – ca. 60-80€
  • DroidCamX (App und Software fürs Androisphone) – 4€
  • Takstar SGC-598, Shotgunmikrofon – ca. 30€
  • diverse Stative – 5-40€/Stück
  • aktives (!) USB-Verlängerungskabel, 10m – ca. 15€
  • diverse Adapter und Kabel – ca. 10€

Aber ganz ehrlich: Wenn es nichts hochoffizielles sein soll, benutzt das, was ihr da habt. Vielleicht kann eure DSLR ja per USB als Webcam genutzt werden, oder jemand im Bekanntenkreis hat zufällig eine ungenutzte Webcam irgendwo liegen. Denkt nur daran, dass der Ton mindestens 50% eines guten Streams ausmacht!
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Nachtrag: Wer es etwas hochwertiger möchte, sollte mal bei der Projektstelle social media der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern vorbei schauen.

Android 5.1 Lollipop auf dem Wiko Rainbow

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Benachrichtigungen + Schnelleinstellung mit einem Wisch 🙂

Da mein Wiko Rainbow immer mehr Zicken machte und diverse Apps nach einem Update nicht mehr starten wollten, war es Zeit für ein Update. Wenn dann richtig, dachte ich mir und installierte CyanogenMod 12.1 alias Android 5.1 Lollipop.

Die Prozedur ist denkbar einfach, wenn man den Weg kennt und keine unerwarteten Stolpersteine auftauchen. Mein Stolperstein waren die Abstürze der benötigten Apps unter meinem Standard-Android 4.2. Deshalb musste ich erst auf das Android 4.4 von Wiko updaten. Dazu musste ich leider Windows hochfahren und dort das heruntergeladene Updateprogramm ausführen. Mit der Wiko-Anleitung ist das selbst für Laien schaffbar. (Vorsicht, das ausgeschaltete(!) Smartphone erst nach Aufforderung per USB an den Rechner anschließen.)

Nach dieser Hürde musste ich dann folgende Punkte nacheinander abhaken:

  1. Daten sichern. Wenn ihr ein Smartphone gleicher Bauart (aber nicht mit Wiko-Software) habt, dann müsst ihr zusätzlich die IMEI sichern und als erstes ein Original-Wiko-Rom installieren.
  2. Smartphone rooten. Das ging mit Kingroot ohne Probleme, auch wenn es wesentlich länger dauerte als unter Android 4.2 mit Framaroot. (Download aufs Smartphome -> ggfs. die Installation von Apps aus unbekannten Quellen erlauben -> Installieren -> ausführen und rooten)
  3. Flashify (for root users) aus dem Play-Store herunterladen. Damit ist das Smartphone soweit vorbereitet.
  4. Dateien herunterladen. Jetzt ladet ihr euch aus diesem Foren-Thread aus dem ersten Beitrag unter Downloads die Dateien ROM, Recovery und GAPPS herunter. Wenn ihr ein googleloses Smartphone (also auch ohne Play-Store) wollt, lasst die GAPPS weg.
  5. SD-Karte vorbereiten. Kopiert die heruntergeladenen Daten auf eine leere Micro-SD-Karte, steckt diese in euer Rainbow und dann kann es los gehen.
  6. Recovery flashen. Flashed jetzt mittels der App Flashify das Recovery-Image (recovery-cm12.img) auf euer Telefon. (Flash -> Recovery image -> choose file ->…)
  7. Rebooten ins Recovery (das heißt übrigens PhilZ Touch Recovery), das sollte einfach ohne weiteres Zutun gehen.
  8. Löschen und flashen. Im Recovery angekommen löscht ihr nun den Dalvik, den Cache, die Userdaten und wählt dann „install zip“ und navigiert zu eurem Rom (cm-12.1-*-UNOFFICIAL-rainbow.zip) und flashed es auf euren Regenbogen.
  9. Booten und nochmal ins Recovery. (nur wenn ihr die Google Apps auch installieren wollt) Ich habe auf die Schnelle nicht die Tastenkombination für das Booten ins Recovery gefunden (Nachtrag vom 5.4.16: Laut und Leise gleichzeitig gedrückt lassen und Einschalttaste drücken. Danke an alexanderborowietz, siehe Kommentare), deshalb habe ich es mit Bordmitteln des neuen Systems gemacht: Einstellungen -> Über das Telefon -> 7mal auf Build-Nummer tippen, um die Entwickler-Optionen freizuschalten. Die tauchen nun in den Einstellungen direkt über „Über das Telefon“ auf. Dort habe ich dann „Erweitertes Startmenü“ aktiviert und schon konnte ich nach langem Druck auf den Einschaltknopf und der Auswahl „Neustart“ wählen, wie der Neustart durchgeführt werden soll. In unserem Fall „Recovery“.
  10. GAPPS flashen. Nun nocheinmal per „install zip“ die gapps-*.zip-Datei auswählen und flashen.
  11. Freuen!

Ihr habt nun Android 5.1 Lollipop auf eurem Wiko Rainbow. Bis jetzt läuft mein Telefon stabil, schnell und hatte nur ein Problem: Die AldiTalk-App kann sich nicht anmelden. Nunja, was solls. Übrigens:

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Einstellungen ->Datenschutz

Wer Root-Rechte haben möchte, muss in den Entwickleroptionen „Root-Zugriff“ entsprechend anpassen. Zusätzlich sollte auch ein Blick in die Einstellungen unter „Datenschutz“ interessant sein. Hier könnt ihr im Play-Store zwangsweise erteilte Berechtigungen von installierten Apps zurückziehen bzw. nur auf Nachfrage erlauben. So fand ich es zum Beispiel sehr erstaunlich, wie oft WhatsApp auf das Adressbuch zugreifen möchte…

In den nächsten Tagen experimentiere ich wohl noch ein wenig herum, es könnte also noch etwas zum Blogeintrag hinzukommen 😉

Edit (12.1.16): Nach ein paar Tagen Testen kann ich nun folgendes sagen: Ich bin im großen und Ganzen zufrieden. Hin und wieder mal ein Absturz ist in Ordnung (weniger als täglich), hin und wieder ein millisekundenlanges Hängen auch. Ansonsten habe ich noch ein reproduzierbares Problem bei Snapchat festgestellt, das beim ersten Starten statt dem Kamerabild ein grünes Bild zeigt (lässt sich durch umschalten der Kamera lösen). Da Nervigste sind die immer wieder auftretenden Verbinungsabbrüche beim Wlan (das Telefon bleibt im Wlan aber kann keine Verbindung mit dem Internet aufnehmen. Erst ein Aus- und wieder Einschalten löst das Problem.) Da ich nichts diesbezüglich im Forum gefunden habe, mag das aber auch (wenigstens zum Teil?) an meinem grottigen Wlan und tatsächlichen Internetausfällen liegen. Ansonsten bin ich seeeeeehr zufrieden und werde bei Gelegenheit das Update einspielen – ja es gibt nun Version 3.0! Vielleicht haben sich ja dort die genannten Probleme schon erledigt. 😉

QR-Codes in Scribus

Heute stand ich vor einem kleinen Problem: Ich wollte einen QR-Code in ein Plakat einbauen, das ich mit Scribus gestaltet hatte. Eigentlich kein Problem, wenn es da nicht die Aversion von PDF-X3 und einigen Druckereien gegen Transparenz gäbe.

Was also tun, wenn der Hintergrund nicht einfarbig ist? In meinem Fall war es ein seitenfüllender Farbverlauf der in Größe des QR-Codes kaum vernünftig nachzubauen gewesen wäre. Um so schlimmer, wenn es um Fotos im Hintergrund geht…

Lösung: Generiert euren QR-Code mit einem Tool, das den SVG-Export ermöglicht (z.B. http://qrcode.littleidiot.be ). Nun fügt ihr diesen über Menü:Datei -> Importieren -> Vektorgrafik importieren ein. Bei meinem war nun ein hässlicher weißer Rahmen um den eigentlichen Code, der sich mittels Rechtsklick auf den QR-Code und Gruppe auflösen oder ctrl+shift+g leicht entfernen lässt.

Jetzt habt ihr einen Skalierbaren QR-Code ohne Hintergrund in eurem Druckprojekt, der keinerlei Transparenzen hat, weil der QR-Code an sich wiederum nur aus einer Gruppe von vielen kleinen quadratischen Objekten besteht.

 

Zusatzaufgabe – Farbe verändern: Scribus hat die großartige Funktion Farben zu ersetzen. So könnt ihr leicht mittels Menü:Bearbeiten -> Farben ersetzen und Hinzufügen und zweimal OK die mit dem QR-Code importierte Farbe „FromSVG#…“ in eine beliebige andere Farbe verwandeln.

Bezahlen per Handy – ohne NFC

Vor ein paar Tagen ging die Meldung durch die Netzwerke, dass die Discounterkette Netto ein neues mobiles Bezahlsystem eingeführt hat. Das Besondere: Um es nutzen zu können, braucht man kein teures Smartphone, was die Funktechnik NFC unterstützt, sondern einfach nur ein Smartphone mit Android, WindowsPhone oder iOS, das eine mobile Internetverbindung herstellen kann. Als kleines Extra gibt es die Möglichkeit Coupons ohne Mehraufwand einzulösen.

Obwohl ich ja auf Datensparsamkeit stehe, konnte ich nicht widerstehen, das Ganze mal zu testen. Für die Anmeldung muss man tatsächlich einige Daten von sich preis geben. Das ist wohl vor allem deshalb nötig, um von dem Bezahldienstleister DPZ (Deutsche Post) eine Bonitätsprüfung durchführen zu lassen. Allerdings können diese Daten, die bis auf die Bankdaten auch für ein Couponeinlösen per App Pflichtangaben sind, wunderbar zu Marktforschungszwecken eingesetzt werden.

Die App ist leicht zu bedienen und generiert – eine Internetverbindung im Laden vorausgesetzt – einen einmaligen, nur in dieser Filiale einlösbaren vierstelligen Code (damit nicht jeder mit dem Handy bezahlen kann, wird eine vierstellige, selbst gewählte Pin vor der Anforderung abgefragt), den man dem Kassenpersonal vorzeigen muss. Da dieser Code fünf Minuten gültig ist, kann man ihn bequem vor dem ersten gescannten Artikel anfordern und nach dem letzten Artikel vorzeigen. Wenn das Personal geschult ist, geht das schneller als jede Barzahlung oder gar Kartenzahlung.

Bei meinem Test heute war ich der erste Kunde, der die Kassiererin mit dieser Bezahlart überraschte und so war sie dann nach der kundigen Anleitung des Chefs ganz erstaunt, dass mit der Eingabe des Codes schon wieder alles vorbei war.

Neben der Bezahl- und Couponfunktion (Coupons werden ganz automatisch mit dem Bezahlvorgang per Handy eingelöst) bietet die App auch noch einen Einkaufszettel der nach den ersten paar eingetippten Buchstaben Vorschläge macht und sich im Laden abhaken lässt (echt praktisch), einen virtuellen Wochenprospekt mit den Angeboten (etwas umständlich zu bedienen, die Wartezeiten sind für meinen Geschmack zu lange), einen QR/EAN-Code-Scanner (lässt sich auch für den Einkaufszettel verwenden und ließ bei mir zuverlässig die App abstürzen) und einen Filialfinder (gut gemacht). Alles in allem eine runde Sache, wenn da nicht der fehlerhafte Scanner wäre. Ich hätte gern getestet, ob mir der Scanner im Laden Produktinfos, Preise oder vielleicht etwas ganz anderes gezeigt hätte.

Nach dem Bezahlen landet ein virtueller Kassenbon in der App, auf dem auch eventuelle Vergünstigungen durch Coupons vermerkt sind. Dieser Bon landet auch per Mail im Postfach der angegebenen E-Mailadresse.

Fazit: Man muss sich entscheiden, wem man seine Daten anvertraut. Ist es die Bank, der Bezahldienstleister der Post, Payback oder doch lieber gar keinem. Die neue Bezahlmethode ist sicherlich nicht die datensparsamste, aber eine echt praktische. Ich bin gespannt, ob in Zukunft mehr Coupons verfügbar sind und ob Netto den Schritt geht, seine Kassenbereiche mit WLAN auszustatten (es reicht ja eine Firewall mit genau einem Whitelisteintrag, damit niemand an der Kasse Youtube-Videos guckt 😉 ). Für Menschen wie mich, die normalerweise keine UMTS-Flatrate haben, ist das mobile Bezahlen ansonsten vermutlich teurer als die Ersparnis (auch wenn Zeit manchmal nicht mit Gold aufzuwiegen ist). Eine Verbesserung der Usability der aktuellen Angebote wäre schön, denn im Momentanen Zustand sind sie kaum zu gebrauchen. Den unverschlüsselten Versand der Kassenzettel per E-Mail ist allerdings ein Faktor, der mir sauer aufstößt, vor allem, weil man ihn weder in der App noch auf www.my-netto.de abstellen kann.  Bei der Übertragung aufs Handy hoffe ich inständig, dass die gesamte Kommunikation zwischen Netto und der App verschlüsselt abläuft – auch der Kassenzettelversand.

PS: Testgerät war ein HTC Wildfire mit CyanogenMod 7.2.

Weitere Tests und Infos: Test von Thorsten Maue, Heise-Artikel, … tbc.

Nachschlag: Wildfire + CM7.2 mit mehr App-Speicherplatz

Nachdem ich gestern über  das Aufspielen von CyanogenMod 7.2 auf das Wildfire berichtet habe, kommt nun eigentlich das Beste zum Schluss. Durch einen Trick ist es möglich, den mageren Speicherplatz für Apps (so um die 130 MB) etwas zu erweitern.

Das ganze sollte man sich am besten vor dem Flashen von CM überlegen und gut vorbereitet sein.

Der Speicherplatz wird von der SD-Karte abgezwackt, was bedeutet, dass sie einerseits nicht zu klein, andererseits nicht zu langsam sein sollte. 4 GB und Class 4 sollten es schon sein, mein Wildfire läuft mit 8GB und Class 6.

Nun muss die Karte formatiert werden (das kann z.B. mit der gParted-LiveCD geschehen oder mit jeden anderen Partitionierungstool, das Partitionen mit dem Dateisystem ext4 formatieren kann):

  1. Partition:  Dateisystem: fat32 | Größe: komplette SD-Karte minus 1,5 GB (vielleicht ist auch mehr möglich)
  2. Partition: Dateisystem: ext4 | Größe: 1,5 GB
  3. Partition: (falls auch noch der Cache/swap ausgelagert werden soll, dann: ) Dateisystem Linux Swap | Größe: 256 MB (sollten mehr als genug sein)

Wo die SD-Karte sowieso schon im Computer steckt, können auch gleich ein paar Dateien drauf (auf die erste Partition, also die von Windows lesbare 😉 ):

  • cm-7.2.0-buzz.zip (von hier)
  • Mounts2SD_Ext4_2.2.0.zip (von hier)
  • gapps-gb-20110828-signed.zip (von hier)

Danach kommt die SD-Karte wieder ins Telefon. Nun kommt das Booten ins Clockwork Recovery wie hier in Punkt 9 beschrieben. Dann kann ein Backup via nandroid gemacht und danach alles gelöscht werden (wipe data/factory reset und wipe cache partition sowie im advanced Unterpunkt Wipe Dalvik Cache und Wipe Battery Stats).

Jetzt sind die Vorbereitungen abgeschlossen und es kann losgehen. Unter install zip from sdcard wird mit choose zip from sdcard als erstes cm-7.2.0-buzz.zip ausgewählt und installiert. Nach dem flashen erlaubt man mit einem reboot den System sich zu akklimatisieren. Wichtig ist hierbei, dass in dieser Phase nichts installiert oder groß konfiguriert wird. Dann wieder ins Clockwork Recovery und Mounts2SD_Ext4_2.2.0.zip auf die gleiche Weise wie CM installieren. Wieder ein Reboot.

Tada! Es erscheint im App-Drawer eine App namens Mount2SD in der hoffentlich ein grüne Punkt oben rechts zu sehen ist, der  den Erfolg der Aktion verkündet. Damit die Apps jetzt auch tatsächlich auf der SD-Karte landen, muss unter Einstellungen » CyanogenMod » Anwendungen » Installationsort Extern ausgewählt werden.

Nach einem erneuten Reboot ins Clockwork Recovery können nun die Googleapps mittels  install zip from sdcard und choose zip from sdcard installiert werden.

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