erlöst – vergnügt – befreit             mal kritisch – mal blauäugig – mal vergeekt

Archiv für die Kategorie ‘Praxis’

Twitterwalls für verschiedene Anlässe

Das Examen ist geschafft, der Gemeindealltag holt mich langsam wieder ein. Ich habe also Zeit meine Mails zu beantworten, die manch interessante Frage an mich herantragen. Da ich gerade sonst nichts zu bloggen habe, wird meine Antwort auf die letzte Mail einfach mal zweitverwendet: 😉

Hallo Wolfgang, kannst du mir sagen, wie eine Twitterwall funktioniert? Ist das sehr kompliziert? Ich würde gern in einer kirchlichen Veranstaltung damit arbeiten? Ist das dann öffentlich?

Twitterwalls sind letztlich nur eine angenehmere Darstellung als die twittereigene Suche. Also ein Dienst, der bei Twitter nach bestimmten Kriterien (meist ein Hashtag) Tweets abgreift und sie hübsch darstellt.

Es gibt diverse Anbieter mit bestimmten Eigenheiten. Die meisten davon bieten die Möglichkeit, die Wall öffentlich darzustellen. Manche haben Zusatzfunktionen (z.B. Einbindung von Facebook-Posts in die Wall) und andere muss man erst gar nicht einrichten, sondern jeder kann auf den entsprechenden Dienst surfen und den Hashtag eingeben und erhält eine Twitterwall – unabhängig, ob sie jemand anderes vorher eingerichtet hat.

Je nachdem, was man mit der Twitterwall erreichen möchte, fällt dann auch die Auswahl auf verschiedene Anbieter.

Will man eine schöne Darstellung, bei der Reihenfolge und Vollständigkeit nicht so wichtig ist, eignet sich z.B. visibletweets.com gut.  (Vorsicht, die funktioniert nur mit dem Flash-Player.)

Will man einen Twittergottesdienst machen, in dem man die Kontrolle über die gezeigten Tweets braucht (oder haben möchte), dann muss die Wall moderierbar sein, wie walls.io (haben wir beim letzten Twittergottesdienst des Barcamp Kirche Online eingesetzt, weil alles sehr konfigurierbar war. Das hat aber leider auch 40€ für einen Monat gekostet) oder walloftweets.net (sieht gut aus, der Preis scheint verhandelbar zu sein). Wenn das Moderieren nicht so wichtig ist, und keine Bilder angezeigt werden müssen ist twijector.com eine Zwischenlösung, da es auch in der kostenlosen Version Tweets mit bestimmten Wörtern vor der Anzeige herausfiltert (ansonsten mit 149€ recht teuer). Ich würde für einen Twittergottesdienst (ohne Budget) vermutlich socialmediawall.me nehmen, da gibt es eine Stunde am Tag kostenlos (ein Tag kostet 9,99€) und man kann Tweets direkt auf der Wall ausblenden (und man hat zusätzlich noch eine Facebook- und Instagram-Anbindung).

Eine einfache Wall für Events ist etwas tweetwally.com (wenn ich das richtig sehe ist sie nicht sekundenaktuell, dafür aber auch für Mobilgeräte nutzbar) – Anmeldung über Twitterkonto und Mailadresse.

Letzter Tipp: Wenn viel mitgewittert werden soll, ist Tweetchat.com das Mittel der Wahl. Das zeigt keine Bilder an, aber man hat oben ein Eingabefeld zum Verfassen von Tweets. Außerdem hat man hier auch (zumindest für die eigene Ansicht – die ja Grundlage fürs gebeamte Bild sein kann) die Möglichkeit User zu blocken und damit auszublenden.

Funfact: Es gibt sogar SocialMedia-Walls, die auch auf SMS-Empfang eingerichtet sind. Leider (bei Kirchens sind wir ja nicht immer ganz modern…) sind diese Exemplare in der Regel richtig teuer. Um SMS trotzdem auf der Wall zu haben empfehle ich einen UMTS-Stick, der SMS empfangen kann und die man dann schnell in ein eigens dafür eingerichtetes Twitterkonto schieben kann.

So, jetzt habe ich (vermutlich) den Großteil von euch genug mit Trivialitäten gelangweilt, das nächste Mal wird’s wieder etwas weniger bodenständig. 🙂

 

Edit und PS: Habe ich deine Lieblingswall vergessen? Dann ab damit in die Kommentare!

Adventskalender auf Snapchat V – Rückblick und Ausblick

In einem Gespräch regte Christian Müller von Sozial-pr.net einen Zusammenschnitt aller Snaps unseres Adventskalender an. Meine Jugendlichen waren von der Idee begeistert und hier ist das (leider unter viel Zeitdruck entstandene) Ergebnis. Wenn ihr etwas ähnliches plant (und mehr Zeit habt), schaut euch mal InstaShot und dieses Video von Jenny an. Beides ist viel schöner als mein schwarzer Hintergrund. Ein bisschen Hintergrundmusik schadet bestimmt auch nicht.

Für Nicht-Snapchat-User arbeiten wir an einer Lösung ohne Anmeldung...

Kein Adventskalender mehr, aber trotzdem ein kirchlicher Kanal

Mit diesem Video und einem Zusammenschnitt des Feedbacks (den ich nicht veröffentlichen werde) schwelgten meine Jugendlichen und ich vorletzten Sonntag in Erinnerungen und planten, was es in Zukunft bei snap.church bei Snapchat zu sehen geben sollte. Aufgrund meines Examens ist eine große Aktion nicht möglich, da ich keine durchgängige Begleitung garantieren kann. Deshalb wurde eine wochenweise Verantwortlichkeit beschlossen, bei der eine bunte Mischung aus Alltag und Kirche zustande kommen soll. Dazu wurde eine besondere Aktion in der Woche vor Ostern verabredet, die jedoch erst im März genauer geplant werden kann.
Also, seid gespannt, das abonnieren lohnt sich weiterhin (übrigens auch ein Abo des YouTube-Kanals, aber da darf ich noch nicht mehr zu sagen… 🙂 )


Alle Teile der Serie:

I – Die Idee II – Vorbereitung III – Durchführung IV – Auswertung V – Rückblick und Ausblick


Wie Melina Sophie in die Predigt kam, oder: Die Kunst eine Gelegenheit beim Schopf zu packen

Eigentlich sollte der Gottesdienst am 24.1. ein ganz normaler Gottesdienst werden. Eigentlich. Am Ende wurde daraus eine Fusion aus agendarischem („traditionellem“) Gottesdienst und Jugendgottesdienst. Die Konfirmanden hatten in der Predigt einen WTF-Moment und der älteren Kundschaft hats auch gefallen.

Mitten im Examen sollte man sich eigentlich (← schon wieder dieses Wort😁) keine Extra-Arbeit aufladen, aber ich tue ja, was ich kann. Durch die Mobilitätsschwierigkeiten in meiner ländlichen Gemeinde traf es sich, dass eine Jugendliche nicht zum Nachtreffen des Snapchat-Adventskalenders kommen konnte. Da in ihrem Heimatdorf der erste meiner zwei Gottesdienste lag, konnte ich die direkt danach zum zweiten Gottesdienst im Nachbardorf mitnehmen – denn direkt im Anschluß fand das Nachtreffen statt. Halbernst schlug ich ihr vor, dass sie doch die Lesung machen könne, dann müsste sie im Gottesdienst nicht ganz so passiv sein. Unsere Kommunikation lief teils über eine Whatsapp-Gruppe, weswegen sich kurze Zeit später ein weiterer Jugendlicher meldete und beim Gottesdienst mitmachen wollte. Nach zwei weiteren Stunden waren wir zu viert und es wurde beschlossen die Lesung zu visualisieren (erste Idee: Legofiguren). Da die Perikopenreihen ja eher Richtlinien als Regeln sind, machte ich das Evangelium zum Predigt- und Lesungstext und so hatten wir das wunderbare Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg zum Bearbeiten.

Bezahlung der Tagelöhner

Bezahlung der Tagelöhner

Zufällig hatte ich ein paar biblische Figuren herumliegen, die dann von den Jugendlichen als Arbeitsgeräte gewählt wurden. Dazu eine Softbox, die wir schon für den Snapchat-Adventskalender genutzt hatten und ein Smartphone mit einigermaßen guter Kamera und fertig war eine Arbeitsgrundlage. Als wir dann zusammen saßen um die Bilder zu machen, wollten die Jugendlichen plötzlich mehr: Ja, warum nicht gleich den ganzen Gottesdienst planen! Sie suchten eifrig Lieder aus, wählten Psalm und Glaubensbekenntnis aus und gaben sich selbst Aufgaben im Gottesdienst. Die Fürbitten wurden einem nicht anwesenden Konfirmanden aufgetragen und mir blieb am Ende nur noch die Predigt und einige Kleinigkeiten.

Die beste Gelegenheit für diesen Gottesdienst bot sich allerdings, als am Freitag vorher Melina Sophie auf Snapchat folgendes Statement brachte:

Leb einfach dein Leben. Gönn vor allem anderen Menschen was! Ich versteh nicht, warum so viele das nicht können. Und mach das beste aus deinem eigene Leben.

melina

Leb‘ einfach dein Leben🎉❤
A video posted by Melinas Snaps👻 [ 9,8k😍 ] (@melinasophie.snapchat) on Jan 22, 2016 at 5:04am PST

Leider wusste ich nicht früh genug von Melinas Snaps auf Instagram und zusätzlich zickte meine Screenrecording-App rum (und mein jugendlicher Präsentationsbauer hatte keine Zeit mehr). Deshalb blieb es leider bei einem mündlichen Zitat an der Stelle in der Predigt wo es um den Neid der ersten Arbeiter ging, die nicht mehr als die letzten bekommen. Die Blicke der Konfirmanden, als ich Melinas Namen nannte waren einfach grandios. 😄

Quintessenz: Gelegenheit trotz etwa 3 Stunden mehr Arbeit beim Schopf gepackt, 4 Jugendlichen den Spaß am Gottesdienst machen beigebracht (oder vertieft), 4 Jugendlichen etwas zugetraut und ihnen Vertrauen geschenkt, diverse ganz neue Konfirmanden einen Gottesdienst gezeigt, der etwas mit ihrem Leben zu tun hatte, normalen Gottesdienstbesuchern einen fast normalen Gottesdienst geboten (ok, mit Leinwand und ein paar mehr Akteuren, aber sie waren trotzdem zufrieden), 4 Kirchenälteste glücklich gemacht, weil sie wegen der vielen Besucher mehr Stühle aufstellen mussten als geplant (Werbung durch die Jugendlichen + Werbung auf Facebook + ganz neue Konfi-Generation),…

Geplant war ein ganz normaler Gottesdienst… Sowas kann man sicherlich nicht jeden Sonntag machen, aber einmal im Monat bestimmt. Traut euren Jugendlichen etwas zu, dann haben die ihren Spaß und ihr auch. Gleichzeitig kommt eure Botschaft viel besser rüber, weil sie von fast Gleichaltrigen kommt – oder von den Kindern, oder den Enkeln.

Ein dickes Dankeschön an meine Jugendlichen, meine Vikariatsgemeinde (die so viele Experimente von mir aushält und auch noch gut findet) und Melina Sophie, die hiervon vermutlich nie etwas erfährt 😉. Nunja, wenn man große Theologen zitiert, erfahren die es ja auch nicht… 😜

Und bei euch so? Schnappt ihr euch dieGelegenheiten oder lasst ihr sie ziehen? Welche Gründe habt ihr für das eine oder das andere? Oder habt ihr gar kein Klima für Gelegenheiten? Oder keine Zeit? Lasst es mich wissen! Und habt immer den Mut zu experimentieren, denn das gehört zum Wesen der Kirche! (nach Ralf Kötter, Das Land ist hell und weit)

 

Jugendgottesdienst an Weihnachten

weihnachtsbaumAn Weihnachten gibt es gwöhnlich Familiengottesdienste (meist mit Krippenspiel), Gottesdienste mit Kulturprogramm und „normale“ Weihnachtsgottesdienste mit viel Gesang, der Weihnachtsgeschichte und einer nicht allzu aufrüttelnden Predigt. Doch wo bleibt die Zielgruppe der Jugendlichen und junger Erwachsenen, die statt besinnlich-leise etwas besinnlich-fröhliches möchten? Ich habe in den letzten zwei Jahren Versuche unternommen, für diese Zielgruppe einen Weihnachtsgottesdienst zu gestalten und wollte euch davon ein wenig berichten – vielleicht inspiriert es euch ja. 🙂

Vorab stand die Überlegung einen Jugendgottesdienst zu machen, der trotz einiger Veränderungen ein Weihnachtsgottesdienst sein sollte, in dem sich auch Erwachsene wohl fühlen können. Das bedeutete für unser Planungsteam, dass sowohl die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2 als auch traditionelle Weihnachtslieder (wenn auch nicht nur) vorkommen sollten. Die Instrumentierung der Lieder war zwischen Klassisch und modern: Orgel für die Ein- und Ausgangsmusik und für O du fröhliche und die Gemeindeband für die restlichen musikalischen Beiträge.

Dazugebe man eine ordentliche Portion Kreativität und sammle ein jugendliches Team, dem man viel Vertrauen entgegen bringt. Eine typische Kanzelpredigt muss nicht vorkommen, ein Anspiel ist möglich ein selbst gedrehtes Video cool und die Technik ist vor Ort. Wenn man dies alles durch den Mixer dreht, den Jugendlichen viel frei Hand lässt und überall dort unterstützt wo sie es wollen, dann kommt dabei ein wunderbarer Gottesdienst heraus, den die Gemeinde schon nach dem zweiten Jahr nicht mehr missen möchte.

Einige Ideen, Beispiele und Erfahrungen

  • Die Weihnachtsgeschichte war bei uns einmal komplett „geklaut“ (Weihnachtspageflow von evangelelisch.de) und einmal haben wir das folgende Video zurecht geschnitten und selbst die Weihnachtsgeschichte eingesprochen. Hier die Originalversion:
  • drei Jugendliche und unsere Gemeindepädagogin haben 2014 ein Video zum Thema Geschenke und 2015 zum Thema „Keine Zeit im Advent/Hetz mich nicht“ gedreht. 3-5 Minuten in denen sehr viel Inhalt in medial ansprechender Form präsentiert wurde. Die Aufnahmen waren nicht professionell aber mit viel Liebe zum Detail und mit unübersehbarer Freude gedreht, was sehr gut gewirkt hat.
  • Zwei Mädchen leiteten mit einem (fast) durchgehenden Anspiel durch den Gottesdienst und namen auf die gezeigten Videos und teilweise auf die gesungenen Lieder Bezug.
  • Als thematischen Einstieg/Weiterführung drehten und zeigten wir je eine Sequenz im Stil der Tagesschau (wo möglich mit Originaltext und vor einem Bluescreen um die Tagesschau-Kulisse einfügen zu können).
  • Auch verrückte Ideen hatten Platz. 2015 hatten wir das Thema „Hetz mich nicht“ und haben als Wachmacher einen Gottesdienst in 3 Minuten durchgezogen, bevor es STOP hieß (aus Sensibilitätsgründen haben wir Gebete und Segen ausgespart).
  • Die Technik war das erste Mal eine Achillesferse, wir wollten wohl zu viel. Eine komplett steuerbare Lichtanlage (mit zu den Szenen passenden Farben), ein Beamer mit angeschlossenem Fernseher (damit die beiden Schauspielerinnen die Videos und die Liedpräsentationen sehen konnten), die Band mit großer Anlage inklusive drei Funkstrecken und die Bedienung des Beamers durch ein per Wlan verbundenes Smartphone waren wohl zu viel. 😉
  • Als Präsentationswerkzeug für Lieder und Videos diente uns LibreOffice Impress. Powerpoint geht bestimmt auch. Dabei war die nahtlose Einbindung von Videos, die erst auf Klick hin abgespielt werden durften (aber eben auch genau dann) etwas knifflig.
  • Werbung für so einen besonderen Gottesdienst lohnt sich!
  • Einmal durchgeführt verringert sich die Vorbereitungszeit enorm, es sollte aber nicht der Aufbau unterschätzt werden (im zweiten Jahr hatten wir ein komplettes Bett, eine Lichtanlage für die Bühne und die Bandklamotten aufzubauen. Der Abbau dauerte mit etwa einer Stunde recht kurz).
  • Vorsicht, große Leinwände erfordern einige Zeit für den Auf- und Abbau.

Bei Interesse kann ich gerne noch einige Beispiele zeigen – nur eben leider nicht öffentlich im Netz. Vielleicht auf dem Barcamp Kirche Online (23.-25. September 2016) in Köln?

Adventskalender auf Snapchat IV – Auswertung

Unsere Followerkarte, Stand: 22.12.15

Unsere Followerkarte, Stand: 22.12.15

Über 1350 Freunde, über 160 Konversationen, zwischen 600 und 900 Views pro Snap. Schon rein zahlenmäßig war der Snapchat-Adventskalender ein Riesenerfolg. Aber auch emotional, gruppendynamisch und öffentlichkeitswirksam sind wir durchgestartet.

Ziele und Zielkontrolle. Wir zehn snap.churcher sind mit ganz verschiedenen Zielen und Motivationen an das Projekt Adventskalender herangegangen. Bei dem einen hieß es „Spass haben“ und „etwas neues ausprobieren“ bei dem anderen „zeigen, dass Kirche nicht nur Sonntags um 10 stattfindet und langweilig ist“ (das war nicht ich!), „Jugendliche erreichen und zur Mitarbeit in der Gemeinde motivieren“ (auch nicht von mir), „mit Kirche dahin gehen, wo die Jugendlichen sind und Präsenz zeigen“ (ok, das ist von mir 😉 ) und „Jugendliche aus der Gemeinde weiter an die Gemeinde binden. Gruppenerlebnis auch digital erleben,…“.  Für mich persönlich kam noch (zumindest halbernst) ein nachprüfbareres Ziel hinzu: Mindestens 250 Zuschauer sammeln. Dass Zahlen, wie bei der Osterakion des Bistums Essen (etwa 6000 Abonnenten) nicht erreicht werden würden, war klar, denn Snapchat ist bei weitem nicht so weit verbreitet wie WhatsApp und Jugendliche als Zielgruppe sind vermutlich etwas schwerer zu gewinnen. Hinzu kam die Überlegung, dass wir als zwei kleine Dorfgemeinden wohl weniger Einfluss auf die Medien haben, als ein ganzes (dichtbevölkertes) Bistum. Die erreichte Zahl am Ende des Projekts hat also das gesteckte Ziel weit übertroffen (nach der höchsten von mir gesehenen Views-Anzahl kamen weit ausreichend Follower dazu. Genau gezählt haben wir allerdings aufgrund von technischen Schwierigkeiten nicht.)

Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass wir zur Halbzeit und damit direkt vor der Erwähnung von Faktastisch erst um die 150 Freunde hatten – hauptsächlich aus dem näheren räumlichen Umfeld – aber immerhin ständich wachsend.

Erste Nachricht nach Faktastisch

Erste Nachricht nach Faktastisch

Zeitaufwand. Schon direkt am Anfang bekam ich die Frage, wieviel Zeitaufwand mit so einem Projekt verbunden sei. Die Antwort ist nicht ganz einfach. Der Beginn der Planung war Anfang November (mitten in der Zeit meiner Examensarbeit). In diesem Monat gab es nur ein einziges Treffen von etwa 1,5 Stunden und diverse Absprachen auf WhatsApp (lasst es insgesamt 6 Stunden gewesen sein – ein reiner Schätzwert, da das bei mir oft nebenbei läuft). Dazu kamen ein paar Stunden Recherche, Registrierung der Accounts und die Erstellung des Eternbriefs. Die Website http://snap.church ist letztlich für die Zukunft gebaut und zählt nicht wirklich zum Zeitkontingent. Die Werbevideos (auch darauf hätten wir gut verzichten können, aber ich war gerade im Flow) haben mich etwa 2 Stunden gekostet, dazu kamen rund 2 Stunden Arbeit für das Interview mit Radio Lippe. Aufwändig empfand ich die ständige Dokumentation und (ab der Faktastisch-Veröffentlich am 3. Advent) die Kommunikation mit unseren Followern. Beides empfinde ich nach wie vor als wichtig, sowohl die Speicherung der Snaps aller Tage für eine spätere Verwendung (und wenn es nur eine Diashow bei der Abschlußparty ist) als auch das Zurückfolgen und das Antworten auf die Nachrichten der Follower. Besonders letzteres war extrem spannend für mich vergleichsweise alten und sehr kirchlichen Menschen. Die Jugendlichen ließen sich auf Gespräche ein, die tiefer gingen, als nur ein witziger Smiley oder ein kurzer (Bild-)Kommentar. Von Seelsorge bis zu tiefschürfenden religiösen Fragen war alles dabei – natürlich neben Komplimenten und Nachfragen. Für die Abendschichten ab 22 Uhr nam ich mir ab dem 3. Advent mindestens zwei Stunden Zeit. Nicht nur einmal dauerte es bis 1.30 Uhr, weil gerade vor dem Zähneputzen doch nich eine Frage kam. In diesen zwei Stunden waren auch öfter aktivierende, lenkende oder erklärende Snaps enthalten, die ich immer auf die gleiche Art (blauer Kugelschreiber auf weißem Grund) postete, um sie von den Adventskalendertürchen zu unterscheiden.

Abschließend kann ich sagen: Mit etwas weniger Anspruch (kommunikativ und dokumentarisch) dauert die Betreuung während der Aktion weniger als 30 Minuten pro Tag – die Begleitung der Jugendlichen eingerechnet. Die Auslagerung von Teilaufgaben würde sicherlich noch ein wenig mehr Zeit einsparen.

Erfahrungen, Ergebnisse, Perspektiven. Die wohl wichtigste Erfahrung aus diesen 4 (8) Wochen ist wohl diese: „Gib Jugendlichen eine Aufgabe, schenke ihnen Vertrauen, leite sie genug an und sie wachsen über sich hinaus!“ Was meine Gruppe geschafft hat ist unglaublich – nicht nur für mich, sondern auch für sie. Das geschenkte Vertrauen wurde nich einmal enttäuscht und wurde durch ehrliche Nachfragen bei Unsicherheiten belohnt.

Was mich ein wenig erstaunt hat, waren die durchweg positiven Rückmeldungen (aus einer so breiten Follower-Basis). Nicht ein eindeutig negativer Kommentar zur Aktion oder zu Kirche im Allgemeinen war bei den zahlreichen Konversationen dabei!

Ich habe in diesen Wochen viel gelernt. Besonders die Geschichten unserer Follower habe ich sehr gern angeschaut. Meine Anfänge auf Snapchat waren durchweg erwachsen. Ich folge gutjahr, inschka, pinkmango77, kunecoco, rauriser und vielen anderen. Alle waren jenseits der 20 und kommunizierten viel mit Selfie-Videos und wenig Text. Das scheint bei Jugendlichen eher die Ausnahme zu sein, allerdings lernte ich dort eine andere sehr beliebte Form der Snapchat-Kommunikation kennen: Schwarzer Bildschirm + Text + Smiley. Das reicht, um Gefühle und Situationen auszudrücken, auch wenn es mir oft so vorkommt, als ob vieles nur für den unmittelbaren Bekanntenkreis verständlich ist. Hinzu kommt die Entdeckung, dass heutige Jugendliche wieder mehr auf ihre Privatsphäre (zu) achten (scheinen?). Da kann der Screenshot einer Nachricht schon mal schnell Empörung hervorrufen.

Die coolste Nachricht (gerade frisch erfahren): snap.church macht weiter. In gleichem oder ähnlichem Team mit noch nicht näher ausklamüserten Inhalten. Es bleibt also spannend.

 

Wenn noch irgendetwas unklar ist, stellt bitte Fragen. Ich beantworte sie gerne, möchte aber hier nicht unnötig Text produzieren. Ich hoffe euch hat meine Snapchat-Adventskalender-Serie gefallen. Vielleicht habt ihr ja Lust euch inspirieren zu lassen oder habt eine andere spinnerte Idee bekommen, die ihr unbedingt verwirklichen wollt. Ich würde mich sehr über Nachrichten dazu freuen.

 


Alle Teile der Serie:

I – Die Idee II – Vorbereitung III – Durchführung IV – Auswertung


 

PS: Wer mehr hören will, oder mich live fragen möchte, kann sich schonmal den 23.-25. September 2016 für das Barcamp Kirche online in Köln eintragen 😉
PPS: Den Zusammenschnitt aller Adventskalender-Snaps findet ihr hier.

Adventskalender auf Snapchat III – Durchführung

Ein Snap vom 16.12.

Ein Snap vom 16.12.

Nachdem alles vorbereitet war, ging es los, was zuerst Werbung bedeutete.

Werbung. Bei den klassischen Kanälen wurden wir von der Öffentlichkeitsreferentin der Lippischen Landeskirche unterstützt. Sie las die Pressemitteilung gegen, verbesserte sie und verteile sie an ihre Verteiler. Das war uns nicht genug, denn unsere Zielgruppe liest selten die klassischen Medien. Also eröffneten wir ein Twitterkonto und folgten fleißig Menschen, die einen Snapchat-Account in ihrem Profil angegeben hatten. Ich verfasste schnell den ersten Blogeintrag und einen Gemeindebriefartikel in dem alle relevanten Informationen standen, damit wir etwas zum Verlinken hatten. Mehr durch Zufall stellte sich heraus, dass unser Benutzername auch gleichzeitig eine Domain war und so registrierten wir diese auch: http://www.snap.church. Hinzu kam noch eine Facebookseite und das Weiterverteilen der Pressemitteilung an die Influencer vieler Jugendlicher: YouTuber, Bravo,… Zusätzlich starteten wir den Versuch, Jugendlichen auf Snapchat zu folgen, deren IDs wir aus Twitterprofilen erfuhren. Da das alles per Handytastatur gehen musste, war diese Art sehr mühsam, wenn auch bei unserer winzigen Testgruppe etwa 40% zurückfolgten. Wegen des hohen Zeitaufwand blieb es bei diesem einzelnen Versuch. Wesentlich erfolgreicher war das adden von Freunden durch die Jugendlichen. Sie loggten sich in unseren Account und folgten von dort aus ihren Freunden und/oder erzählten ihnen davon. (Insofern wurde hier ein wenig Gemeinde gebaut, auch wenn sich unsere Snapchatgemeinde beträchtlich von klassischen Gemeindebildern unterscheidet.)

Bild, dpa, Focus online, Radio Lippe, Unsere Kirche und einige andere Medien namen unsere Pressemitteilung auf. Leider versäumte es die dpa unseren Benutzernamen in ihre Meldung zu schreiben, so dass uns viele potentielle Freunde durch die Lappen gingen. Radio Lippe schickte noch am selben Tag der Pressemitteilung eine Reporterin zum Interview zu uns.* Am Ende konnten wir uns nicht nur über mediale Aufmerksamkeit, sondern auch über etwa 130-160 Ansichten pro Snap freuen. Eine gute Menge, die meine Teens zufrieden stellte (man macht den Kalender nicht nur für sich selbst!) und die einen sehr moderaten Aufwand an Diskussionszeit mit unseren Zuschauern mit sich brachte.

Ständige Anpassungen. Schon vor dem eigentlichen Start wurde uns klar, dass die Jugendlichen sich auch Feedback ansehen können sollten (siehe letzter Blogpost), denn ein Jugendlicher stellte in einem Probesnap eine Frage, auf die promt Antworten kamen. Somit wurde die Regel wie folgt angepasst: Niemand muss Nachrichten von unseren Followern lesen, aber jeder darf. Wenn die/er Nachrichten liest, muss für Dokumentation (z.B. via Screenshot) gesorgt werden. Überfordernde Kommentare werden an den Vikar weitergeleitet, der sie jeden Tag ab 22 Uhr beantwortet.

Nach einem Drittel der Zeit stellte ich die Frage, was unseren Followern gefallen hat und was wir besser machen sollten. Die Antworten baten um mehr Videos und zusammenhängenderen Content, was meine Jugendlichen auch promt versuchten umzusetzen – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Unsere Prämisse blieb: Wir machen das, was uns Spaß macht. Wenn wir dabei unsere Follower zufrieden stellen können um so besser.

Dann kamen für mich noch einzelne Nachfragen meiner Jugendlichen nach Ideen für die Tage und andere Probleme hinzu, weil irgendetwas nicht klappte – mal fiel das Internet in einem der Dörfer aus, mal wollte es einfach nicht genug für einen Schneemann schneien.

Plötzlich geflasht. Am dritten Advent flatterte in unsere WhatsApp-Gruppe ein zunächst eher unscheinbares Bild. Beim zweiten Hinsehen entpuppte es sich als Screenshot eines Videos der bei Jugendlichen sehr beliebten Facebookseite Faktastisch. Der erste Gedanke war: Cool! Der zweite war: Whaaaaa, es kommen auf einmal hunderte von Followern! Am Ende des Abends waren wir kurz vor den 1000 Followern – ein Ziel, das ich nicht zu träumen gewagt hatte. Jubel in der Gruppe – und für mich ein Abend der bis spät in die Nacht dauerte (ihr erinnert euch an die Regel „ab 22 Uhr gehört der Account mir und ich beantworten alle Fragen“?). Um so spannender wurden die Gespräche, die sich entspannen. Wie viele seid ihr? Warum macht ihr das? Kennt ihr Faktastisch, die haben nämlich…? Dazu kamen einige sehr persönliche Dinge, die ich hier nicht öffentlich machen möchte. Es sei allerdings gesagt: Von heftig bis süß, von tief gläubig über fragend-agnostisch bis muslimisch war alles dabei. Der große Strom ebbte in den darauffolgenden Tagen langsam ab, aber wir können mit Sicherheit sagen, dass wir mit der Gesamtaktion über 1000 Menschen erreicht haben. Für ein Projekt von zwei Dorfgemeinden finde ich das ein fantastisches Ergebnis!

Ständige Begleitung. Meine Jugendlichen sind zwischen 12 und 20 Jahren alt. Das bedeutet, dass ich sie nicht einfach mit der Aufgabe ein großes Publikum zu bespielen allein lassen konnte. Deshalb ging für jeden Tag in etwa diese Nachricht an die Tagesverantwortlichen:

Hi XYZ, hier kommt die Frage, die ich für jeden Tag verschicke 😎. Alles klar für übermorgen? Hast du alles zusammen, oder brauchst du noch Hilfe?

Oft war die Antwort ein schlichtes „alles super“, manchmal fehlte eine Idee, manchmal fehlte Technik. Dank meiner gedanklichen Vorarbeiten und meiner Spontanität hatte ich immer ein paar Vorschläge zur Hand und zum Glück auch immer irgendwann Zeit. So konnte ich auch jeder/jedem Einzelnen von ganzem Herzen zurückschreiben: „Super! Ich freue mich schon!“ Insgesamt tat es dem Projekt glaube ich gut, dass ich meinen Jugendlichen einfach einen großen Vertrauensvorschuß gemacht habe. Ich hatte zwar bei keinem wirkliche Bedenken, aber zumindest bei einigen Nachfragen von Erwachsenen habe ich erschreckt aufgerissene Augen provoziert: „Was? Sie kontrollieren die Bilder nicht, bevor sie die Jugendlichen hochladen???“ – NEIN!

Wiederkehrendes Element. Kurz vor dem offiziellen Start kam mir die Idee, so etwas wie ein Running-Gag einzubauen, oder wenigstens etwas Wiederkehrendes. Da der Esel schon in einem Werbevideo vorkam, machte er das Rennen und tauchte gelegentlich in den Snaps auf. Ich bin gespannt, wie die Rückmeldungen dazu sind.

Im nächsten Blogartikel erwarten euch Details zur Auswertung, Erfahrungen und Verbesserungen fürs nächste Mal. Bis dahin (und auch danach) freue ich mich über eure Kommentare.

 


Alle Teile der Serie:

I – Die Idee II – Vorbereitung III – Durchführung IV – Auswertung


 

*Das Ergebnis könnt ihr hier hören.

Adventskalender auf Snapchat II – Vorbereitung

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Original-Snap vom 21.12.

Die Idee war geboren, wie sollte der Adventskalender auf Snapchat nun konkret funktionieren? Es war mir von Anfang an klar, dass dieses Projekt nur mit Jugendlichen funktionieren würde und so wurde aus einem vordergründigen Öffentlichkeitsarbeits-Projekt auch ein kleines Gemeindeaufbau-Projekt. Hier ein erster Blick hinter die Kulissen.

Vorarbeit. Zwischen Idee und Umsetzung sollte man sich dringend mit dem zu bespielenden Netzwerk vertraut machen, also tastete ich mich an Snapchat heran. Hilfreich war mir die Facebookgruppe Snapchat-Marketing, die mir erste „Freunde“ brachte. Ich guckte mir Snaps an und snappte selbst wild drauf los.*

Mitarbeitergewinnung. Durch die gut vernetzte Jugendarbeit meiner Gemeinde gab es einige Kanäle auf die ich schnell zurückgreifen konnte. Die Gemeindepädagogin leitete überdies meine Anfrage auch in Gruppen, die ich selbst nicht direkt kontaktieren konnte. Meine Anfrage lief komplett über WhatsApp und lautete:

Hey Leute,
ich habe mal wieder eine verrückte Idee und vielleicht habt ihr ja Lust mit zu machen:
Ich weiß, dass einige von euch Snapchat benutzen. Da ich Snapchat cool finde, würde ich gerne mit euch eine Art Adventskalender per Snapchat-Geschichten machen.
Ich habe zwar eine ungefähre Vorstellung, wie das funktionieren könnte, aber es soll von euch für euch sein. Deshalb würde ich gerne mit euch ein bisschen vorplanen und dann das Ganze starten und gucken, was daraus wird.
Wer mitmachen möchte: einfach zurückschreiben. (vom 30.10.2015)

Schon in dieser ersten Kontaktaufnahme merkt man, dass ich gerne Ideen mit anderen weiter entwickle, statt mich als Einzelkämpfer durchzuschlagen. Die Offenheit hat aber noch einen anderen Effekt: Die Jugendlichen werden als Experten für ihre Sache ernst genommen, können das Projekt leichter zu ihrem Projekt machen.

Entscheidungsfindung. Von da an haben wir konsequent als gleichberechtigte Gruppe Entscheidungen getroffen und ich habe nur dann in den Entscheidungsprozess eingegriffen, wenn es unbedingt nötig schien. So könnten sich die Jugendlichen nicht aussuchen, ob es ihre Eltern eine Einverständniserklärung unterschreiben mussten oder nicht. Da sie (bis auf eine Mitarbeiterin) minderjährig waren, musste dies aus datenschutzrechtlichen Gründen geschehen.** Der Vorschlag, den Kalenderverantwortlichen und damit den Account tageweise zu wechseln, wurde begeistert angenommen. Eine Entscheidung, die ich gerne anders gehabt hätte, war die alleinige Konzentration auf Snapchat. Nachdem wir uns gemeinsam auf den Benutzernamen snap.church geeinigt hatten, hatte ich vorsorglich die gängigen großen Netzwerke abgeklappert und den Benutzernamen registriert. Gerne hätte ich den Adventskalender in abgespeckter Form auch auf  Instagram und Twitter gehabt, aber ich habe mich der Mehrheitsmeinung gebeugt. (Tipp am Rande: Es schafft ungeheures Vertrauen, wenn man sich in dem Punkt „Gruppe entscheidet, nicht ich“ treu bleibt.) Auch die Entscheidung bei 10 Leuten keine Weiteren ins Boot zu holen, kam von den Jugendlichen: „Das reicht, sonst kriegt ja jeder von uns nur einen Tag oder so!“

Erst am 22.11. trafen wir uns (zumindest 7 von 10) persönlich. Die Tage wurden mit einem Schokoladen-Adventskalender verteilt, sodass jeder den Überblick behalten konnte, welcher Tag schon weg war. Erste Ideen wurden ausgetauscht und verfügbare Technik vorgestellt.

Technik. Ich hatte vorsorglich zwei Softboxen für die Beleuchtung bestellt und zwei schon vorhandene Stative mit Handyadapter, ein Ansteckmikrofon und eine Bluetooth-Fernbedienung zum Treffen mitgebracht. Die Softboxen erwiesen sich schon als sinvoll, da es nachmittags – wenn die Schule vorbei ist – ja schon dunkel wird/ist.

Der technische Aspekt von Snapchat war glücklicherweise gut lösbar. Die Accountübergabe erfolgte einfach durch einloggen mit den Nutzerdaten in der App, worauf der letzte eingeloggte Benutzer aus dem Account herausgeworfen wurde (und sich mit seinem Privataccount einloggen konnte). Dies erforderte natürlich die Absprache, dass sich niemand an dem Tag eines Anderen mit dem Account verband, da manche spontane Snaps nur entstehen konnten, wenn eine bestehende Verbindung zum richtigen Account  vorhanden war. Für zusätzliche Sicherheit sorgt die Funktion „Login-Bestätigung“.

Nach dem Treffen legte ich ein Etherpad an, in dem ich die Verteilung der Tage und das Besprochene für die Abwesenden dokumentierte.

  •  Die „linke Seite“ Seite von Snapchat (also die direkten Nachrichten) bleibt bitte bitte unangestatstet. Zu eurem Schutz; es laufen mache echte Idioten durch Snapchat. Wolfgang wird jeden Abend um ca. 22 Uhr den Account übernehmen und die Nachrichten lesen und beantworten. Deshalb ist es wichtig, dass ihr nicht auf die linke Seite schaut, weil er sonst nicht die neuesten Nachrichten angezeigt bekommt. Feedback gibt er natürlich weiter 🙂
  • Jeder Tag startet mit der jeweiligen Nummer (auf einem Zettel, an einer Tür, auf einem Adventskalender,… seid kreativ!) Das erleichtert es den Zuschauern zwischen Tagen zu unterscheiden.
  • Wenn irgendetwas ist, wo ihr unsicher seid, ruft Wolfgang an!
  • Snapt das, woran ihr selbst Freude hättet, wenn ihr Abonnent wärt.
  • Denkt dran, wir sind eine Kirchengemeindeaktion 🙂

Punkt 1 wurde interessanterweise schon vor dem 1.12. stark abgeändert, aber dazu in einem späteren Blogpost mehr. Dieser Punkt entstand aus der Sorge um meine Jugendlichen heraus. Die Erfahrungen haben gezeigt, das Kirche, die in der Öffentlichkeit steht nicht nur mit offenen Armen empfangen wird, sondern auch sehr hässliche bis strafrechtlich relevante Kommentare zu hören/sehen bekommt.

Im nächsten Blogartikel erwarten euch Details zur Startphase und zum praktischen Ablauf. Bis dahin (und auch danach) freue ich mich über eure Kommentare.

 


Alle Teile der Serie:

I – Die Idee II – Vorbereitung III – Durchführung IV – Auswertung


 

*Hier sei schonmal bemerkt, dass im letzten Teil dieser Blogpost-Reihe interessante Beobachtungen zu unterschiedlichem Verhalten von Jugendlichen und Erwachsenen auf Snapchat veröffentlicht werden – selbstverständlich keine wissenschaftlichen, sondern rein praktische Erfahrungen.

**Die Änderungen der Snapchat-Datenschutzrichtlinien Anfang November hat mich eine schlaflose Nacht gekostet und hätte fast das Projekt gekippt. Dadurch wurde letztlich aber nur der Elternbrief nötiger (und vermutlich länger). Hier der Elternbrief von mir (Die Einverständniserklärung solltet ihr mit eurem kirchlichen Datenschutzbeauftragten je nach Einsatzszenario selbst bauen, deshalb hänge ich sie euch erst gar nicht an). Der Elternbrief darf von euch natürlich gerne genutzt und verändert werden, wenn ihr Bedarf habt.

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