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Archiv für die Kategorie ‘Computer’

Alltags-Tools für Bilder

Auf dem Barcamp Kirche Online sprach ich nicht nur bei einer Session über den Adventskalender auf Snapchat, sondern auch zwischendurch viel über Tools, Websites und Helferlein für den Alltag. Jan bat mich, ein paar davon hier vorzustellen. Da in einem Megartikel zu viel untergeht, wird es ein kleine Blog-Serie. Dieses Mal gibt es das Thema: Bilder.

 

Tineye.com – Die Rückwärts-Bildersuche. Für mein Psalm 23-Heft und bei vielen anderen Gelegenheiten erwies sich eine akribische Suche nach Urhebern von Bildern als unbedingt notwendig. Nicht wenige Websites mit kostenlosen Bildern tummeln sich im Netz – aber welche Bilder davon sind geklaut? Ehrlich gesagt ist mir bis jetzt nur ein Fall untergekommen, bei dem ein Foto aus einer Bilddatenbank für lizenzfreie (oder CC0-lizensierte) Fotos auch noch lizenzpflichtig mit einem anderen Autorennamen bei einem kommerziellen Stock-Portal angeboten wurde. Trotzdem, hätte ich das nicht mittels Rückwärts-Bildersuche sowohl mit tineye.com als auch mit der Google-Bildersuche gecheckt, hätte ich jetzt mit Sicherheit ein Abmahnverfahren am Hals.

Bilder und Grafiken für lau. Immer wieder bin ich auf der Suche nach Grafiken und Fotos, die ich ohne rechtliche Probleme verwenden kann. Mittlerweile besitze ich ja zwei recht gute Kameras, was mich durchaus manchmal selbst auf die Suche nach einem passenden Motiv gehen lässt. Fehlt aber die Zeit, oder brauche ich etwas Besonderes, dann sind diese beiden Seiten meine Favoriten: unsplash.com und gratisography.com. Erstere sammelt von vielen Fotografen Fotos und hat eine Suchfunktion, letztere bietet Fotos mit einem besonderen Stil. Die Fotos von beiden Seiten sind lizenzfrei bzw. CC0-lizensiert, trotzdem lohnt sich zumindest bei unsplash für Vorsichtige ein Blick in die Rückwärts-Bildersuche. Ansonsten benutze ich gern die Google-Bildersuche mit der Zusatzeinstellung für Lizenzen. Für Grafiken/Cliparts benutze ich clker.com. Die Seite bietet lizenzfreie Grafiken im SVG- und PNG-Format. Die Qualität schwankt stark und manches wirkt altbacken. Trotzdem lande ich oft einen Glückstreffer.

qrcode.littleidiot.be – der QR-Code für Zwischendurch. Diese Seite liefert QR-Codes ganz nach Wunsch. Ob eine Visitenkarte, ein Link oder einfach Text, dieses Tool kann es. Eine Besonderheit ist, dass diese Seite auch QR-Codes im svg-Format ausgibt, also als Vektorgrafik, was ich schon öfters für Drucksachen brauchte.

GIMP, der Alleskönner – zumindest mit den passenden Erweiterungen. GIMP ist eine Bildbearbeitungssoftware für Windows, Linux und Mac. Die Funktionsvielfalt ist ähnlich erschlagend wie bei Photoshop und die Bedienung nicht immer einfach. Trotzdem ist dieses kostenlose Programm das meistgenutzte nach dem Webbrowser und Office. Um meine speziellen Anforderungen zu meistern braucht GIMP allerdings noch zwei Erweiterungen: Separate+ und Save for web. Ersteres erlaubt es mir druckfähige CMYK-TIFFs zu erstellen, letztere optimiert Bilder auf ihre Dateigröße hin, sodass sie auch mit schmalbandigen Internetanschlüssen zügig geladen werden können. Wie ihr die Erweiterungen installiert, ist je nach Betriebssystem verschieden, bemüht einfach die Suchmaschine eurer Wahl.

TinyPic – einfach Bilder verkleinern. Wer GIMP nur dafür öffnet, um ein Bild auf die passende Größe zu schrumpfen wird sich über das kleine Tool TinyPic als Alternative freuen. Einfach die gewünschte Bildgröße wählen, das Bild ins Programmfenster ziehen, fertig. (Als alter Linuxer benutze ich stattdessen natürlich convert auf der Kommendozeile 😉 )

Freifunk für Gemeinden

Für eine Methode in meinem Konfiunterricht (Blogeintrag folgt siehe „Konfistunde zur Passionsgeschichte„) brauchte ich WLAN. Allerdings konnte ich nicht einfach den Router des Gemeindehauses für die Konfis öffnen, deshalb entschied ich mich spontan einen Freifunk-Router aufzustellen. Der eignet sich übrigens nicht nur für temporäres Aufstellen für die Konfis, sonders besonders für den dauerhaften Betrieb für Flüchtlings-Cafes, Internet-Gottesdienste und ganz allgemein Gäste der Gemeindehäuser und Kirchen.

Warum ich nicht einfach den WLAN-Schlüssel an die Konfis weitergeben kann

  1. die Konfis würden sich im internen Netz bewegen und so bei schlecht konfigurierten Netzen  (wie sie leider in der 08/15-Gemeinde häufig vorkommen) auf interne Daten zugreifen. Das berührt dann die beiden sensiblen Bereiche Datenschutz und Datensicherheit.
  2. Was wenn die Konfis im Netz Blödsinn anstellen? Es muss ja gar nicht der große digitale Bankraub sein, es reicht ja schon ein illegal heruntergeladenes Musikstück. Die Haftung habe ich/die Gemeinde als Anschlussinhaber und zahle in aller Regel die Abmahngebühr von 500€ bis zu mehreren tausend Euro. Das Schlagwort hierzu lautet Störerhaftung. Auch wenn gerade ein neues Gesetz zu offenen WLANs auf dem Weg ist, wird es Die Störerhaftung nach Einschätzung einiger Rechtsexperten weiterhin geben.
  3. Habe ich einmal die Zugangsdaten herausgegeben, haben die Konfis sie entweder, oder ich muss sie immer wieder bei Bedarf ändern, was den anderen Mitarbeitenden sauer aufstoßen könnte, da sie dann nicht mehr ins Netz kommen.

Meine Lösung: Freifunk

Mit einem Freifunk-Router baut man ein zusätzliches Netzwerk auf, das nur den Internet-Zugang des Gemeinderouters braucht. Ist diese Verbindung erst einmal hergestellt lösen sich alle drei genannten Probleme in Luft auf, denn:

  1. Der Freifunk-Router leitet jede Verbindung durch einen verschlüsselten Kanal durch den Gemeinderouter (oder natürlich auch den normalen privten Router) und erst dann ins Internet (man spricht vom Tunneln, violett dargestellt). Aus diesem Datentunnel kann der Nutzer des Freifunk-Routers nicht ausbrechen und somit nicht auf Daten aus dem Gemeindnetz zugreifen.
  2. Der Tunnel wird vom Freifunk-Router genaugenommen nicht nur ins Internet gebuddelt, sondern bis zu einem speziellen Server, der nicht von der Störerhaftung betroffen ist. Erst dort gelangt der Nutzer des Freifunk-Netzes ins Internet. Damit ist die Kirchengemeinde die Haftungsfrage los.
  3. Durch das separate WLAN des Freifunkrouters können die Mitarbeitenden weiterhin im internen WLAN arbeiten, ohne sich mit Änderungen herumschlagen zu müssen.

test1Konkrete Schritte

Zuerst gilt es den richtigen Router für die Anforderungen zu kaufen. Für mal zwei bis drei Personen im Freifunknetz reicht ein Modell für etwa 15€ (TP-Link WR841N); für 15-20 Personen wie meine Konfistunde brauchte ich schon das nächst größere Modell für etwa 50€ (TP-Link WR1043ND). Hätte ich meine ganze Konfigruppe mit Teamern gleichzeitig online gebraucht hätte es wohl der Router für etwa 80-90€ (TP-Link WDR4300/ Archer C7) sein müssen. Im Zweifelsfall hilft die lokale Freifunk-Initiative gern weiter – persönlich oder per Website (Freifunk Lippe). Gerade bei komplizierteren Situationen (Außenbereich, WLAN soll woanders liegen, als der Anschluss ist,…) lohnt es sich Kontakt aufzunehmen.

Der von euch ausgewählte Router braucht nun neue Software, sogenannte Firmware. Die findet ihr ebenfalls auf der Website der lokalen Freifunk-Community. Diese Firmware (bitte passt auf die genauen Bezeichnungen und Versionen der Router auf) wird anschließend installiert. Auch damit sind euch die Freifunker im Zweifelsfall gern behilflich.

Danach sollte es ausreichen euren nagelneuen Freifunk-Router an euren Gemeinderouter anzuschließen. Letzter Schritt: Freuen und Surfen!

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PS: Freifunker arbeiten in der Regel sehr gerne mit Kirchengemeinden zusammen, da die Kirchtürme mit ihrer großen Höhe gute Positionen für Richtantennen sind und so Verbindungen über lange Strecken und die WLAN-Versorgung größerer Gebiete ermöglicht.

PPS: Was spricht dagegen? Nichts. Ok, ein paar Dinge könnte man anführen:
1. Mit dem Router wird ein offenes Wlan aufgebaut (meist mit SSID stadtxy.freifunk.net) in das sich jeder einloggen kann. Hu, auch Nicht-Gemeindemitglieder? Ja, und?!
2. Der Schutz vor der Störerhaftung ist nicht 100% sicher, sondern nur so um die 99,9999999% (jemand mit extrem vielen Kenntnissen könnte mit geringer Wahrscheinlichkeit den Router entsprechen hacken). Aber mal ehrlich, 100%ige Sicherheit gibt es nicht!
3. Es wird berichtet (wohl weil es in Deutschland wenig freies WLAN gibt) dass um die Freifunk-Hotspots gern auch bis spät nachts Menschen stehen, die laut sind – nichts, was man nicht im Notfall mit einer Zeitschaltuhr regeln kann.

Multi-Cam Livestreaming für kleines Geld

Was tun, wenn man einen MultiCam-Livestream machen will und dafür kein Budget hat? Improvisieren! Meine Lösung: Eine Kombination aus Webcam, Smartphone, Actioncam und der OpenSource Software OBS (Open Broadcaster Software – ich verwende die Version OBS Studio). Tatsächlich habe ich bis auf ein wenig Zeit genau 0€ in das System investiert, aber ich habe natürlich einen größeren Fundus an technischem Gerät zu Hause herum liegen. Selbst wenn ihr nichts außer einem halbwegs aktuellen Rechner habt, ist ein Livestream für kleines Geld möglich.

Exkurs: Warum nicht einfach mit Smartphone-Apps wie Periscope oder Bambuser? Weil dort keine Bauchbinden und eben keine Kamerawechsel möglich sind. Mein Anwendungsszenario sind Vorträge, Gottesdienste und  Podiumsdiskussionen, bei denen Sprecher wechseln und auch eine Totale zwischendurch sehr hilfreich ist.

Zentrale Schaltstelle ist ein Laptop mit OBS. OBS (Studio) läuft wunderbar unter Linux, OS X und Windows. Wie gut das Zusammenspiel mit den anderen Komponenten ist, hängt von den Treibern und Anschlüssen ab. Ich habe bspw. Probleme mit meinem kombinierten Audio-Ein/Ausgang (den ich für die Verwendung meines Mikrofons erst mit einem Adapter versehen muss) und meiner Actioncam SJ4000 (unter Linux läuft sie ohne Probleme als USB-Webcam und unter Windows stürzt sie ab).

OBS arbeitet mit Youtube, Facebook-Live und diversen anderen Streamingplattformen zusammen. Die Bedienung ist nicht immer ganz intuitiv, aber schnell erlernbar. Da ich euch hier nicht mit einer endlosen Slideshow von Screenshots zuballern will, habe ich die grundlegenden Funktionen per Video zusammengefasst (übrigens ist dieses Video per OBS aufgenommen, da OBS auch den Bildschirm und sogar einzelne Fenster abfilmen kann).

Zusätzlich zum Mikrofon und der Actioncam verwende ich noch eine Logitech C270 und im Notfall mein Android-Smartphones (per DroidCam in der Bezahlvariante). Für das Streaming in 720p braucht man schon einen ordentlichen Upstream (mein Versuch bei 1 MBit Upstream waren sehr dürftig). Hinzu solltet ihr eine Umgebung mit ausreichend Licht wählen, da die billigen Cams nicht besonders lichtstark sind. Für die Zukunft werde ich meine 3x4m Bühnenmolton (als Hintergrund) und meine zwei Softboxen mitnehmen. (Man mag kaum glauben, mit was für Hintergründen und was für Licht manche Veranstaltungen durchgeführt werden.) Wer auch bei schwierigen Aufnahmeverhältnissen eine bessere Bildqualität möchte, sollte sich mal die Webcam-Modelle von Logitech oder Microsoft für um die 100€ anschauen.

Mein Setup

Falls ihr kein gescheites Mikrofon, aber dafür einen Soundrecorder (wie etwa ein Zoom H2N) habt, könnt ihr auch den für eure Aufnahmen nutzen. Zumindest mein H2N kann als USB-Mikrofon genutzt werden.

Dieses einfache Setup mit billigen Komponenten kann beliebig nach oben aufgerüstet werden. OBS arbeitet auch mit HDMI-Capture-Cards zusammen, so dass ihr DSLRs und andere potente Kameras fürs Streaming benutzen könnt. Für die Zukunft plane ich für Konferenzsituationen noch ein Mischpult zwischen den Line-In/Mikrofoneingang und die Audioquelle einzubauen. Damit kann ich viele hochwertige Mikrofone gleichzeitig einsetzten und mir die ideale Audiomischung direkt per Kopfhörer zusammenstellen. (Ein großer Nachteil meines bisherigen Setups ist der nicht kontrollierbare Sound. Vielleicht ist dafür aber auch nur ein wenig mehr Herumprobieren nötig.)

Zum Schluß noch eine Auflistung der Komponenten mit ungefähren Preisen:

  • Logitech C270, Webcam (max. 1280×720) – ca. 30€
  • SJCAM SJ 4000, Actioncam (max. 1920×1080) – ca. 60-80€
  • DroidCamX (App und Software fürs Androisphone) – 4€
  • Takstar SGC-598, Shotgunmikrofon – ca. 30€
  • diverse Stative – 5-40€/Stück
  • aktives (!) USB-Verlängerungskabel, 10m – ca. 15€
  • diverse Adapter und Kabel – ca. 10€

Aber ganz ehrlich: Wenn es nichts hochoffizielles sein soll, benutzt das, was ihr da habt. Vielleicht kann eure DSLR ja per USB als Webcam genutzt werden, oder jemand im Bekanntenkreis hat zufällig eine ungenutzte Webcam irgendwo liegen. Denkt nur daran, dass der Ton mindestens 50% eines guten Streams ausmacht!
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Nachtrag: Wer es etwas hochwertiger möchte, sollte mal bei der Projektstelle social media der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern vorbei schauen.

Android 5.1 Lollipop auf dem Wiko Rainbow

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Benachrichtigungen + Schnelleinstellung mit einem Wisch 🙂

Da mein Wiko Rainbow immer mehr Zicken machte und diverse Apps nach einem Update nicht mehr starten wollten, war es Zeit für ein Update. Wenn dann richtig, dachte ich mir und installierte CyanogenMod 12.1 alias Android 5.1 Lollipop.

Die Prozedur ist denkbar einfach, wenn man den Weg kennt und keine unerwarteten Stolpersteine auftauchen. Mein Stolperstein waren die Abstürze der benötigten Apps unter meinem Standard-Android 4.2. Deshalb musste ich erst auf das Android 4.4 von Wiko updaten. Dazu musste ich leider Windows hochfahren und dort das heruntergeladene Updateprogramm ausführen. Mit der Wiko-Anleitung ist das selbst für Laien schaffbar. (Vorsicht, das ausgeschaltete(!) Smartphone erst nach Aufforderung per USB an den Rechner anschließen.)

Nach dieser Hürde musste ich dann folgende Punkte nacheinander abhaken:

  1. Daten sichern. Wenn ihr ein Smartphone gleicher Bauart (aber nicht mit Wiko-Software) habt, dann müsst ihr zusätzlich die IMEI sichern und als erstes ein Original-Wiko-Rom installieren.
  2. Smartphone rooten. Das ging mit Kingroot ohne Probleme, auch wenn es wesentlich länger dauerte als unter Android 4.2 mit Framaroot. (Download aufs Smartphome -> ggfs. die Installation von Apps aus unbekannten Quellen erlauben -> Installieren -> ausführen und rooten)
  3. Flashify (for root users) aus dem Play-Store herunterladen. Damit ist das Smartphone soweit vorbereitet.
  4. Dateien herunterladen. Jetzt ladet ihr euch aus diesem Foren-Thread aus dem ersten Beitrag unter Downloads die Dateien ROM, Recovery und GAPPS herunter. Wenn ihr ein googleloses Smartphone (also auch ohne Play-Store) wollt, lasst die GAPPS weg.
  5. SD-Karte vorbereiten. Kopiert die heruntergeladenen Daten auf eine leere Micro-SD-Karte, steckt diese in euer Rainbow und dann kann es los gehen.
  6. Recovery flashen. Flashed jetzt mittels der App Flashify das Recovery-Image (recovery-cm12.img) auf euer Telefon. (Flash -> Recovery image -> choose file ->…)
  7. Rebooten ins Recovery (das heißt übrigens PhilZ Touch Recovery), das sollte einfach ohne weiteres Zutun gehen.
  8. Löschen und flashen. Im Recovery angekommen löscht ihr nun den Dalvik, den Cache, die Userdaten und wählt dann „install zip“ und navigiert zu eurem Rom (cm-12.1-*-UNOFFICIAL-rainbow.zip) und flashed es auf euren Regenbogen.
  9. Booten und nochmal ins Recovery. (nur wenn ihr die Google Apps auch installieren wollt) Ich habe auf die Schnelle nicht die Tastenkombination für das Booten ins Recovery gefunden (Nachtrag vom 5.4.16: Laut und Leise gleichzeitig gedrückt lassen und Einschalttaste drücken. Danke an alexanderborowietz, siehe Kommentare), deshalb habe ich es mit Bordmitteln des neuen Systems gemacht: Einstellungen -> Über das Telefon -> 7mal auf Build-Nummer tippen, um die Entwickler-Optionen freizuschalten. Die tauchen nun in den Einstellungen direkt über „Über das Telefon“ auf. Dort habe ich dann „Erweitertes Startmenü“ aktiviert und schon konnte ich nach langem Druck auf den Einschaltknopf und der Auswahl „Neustart“ wählen, wie der Neustart durchgeführt werden soll. In unserem Fall „Recovery“.
  10. GAPPS flashen. Nun nocheinmal per „install zip“ die gapps-*.zip-Datei auswählen und flashen.
  11. Freuen!

Ihr habt nun Android 5.1 Lollipop auf eurem Wiko Rainbow. Bis jetzt läuft mein Telefon stabil, schnell und hatte nur ein Problem: Die AldiTalk-App kann sich nicht anmelden. Nunja, was solls. Übrigens:

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Einstellungen ->Datenschutz

Wer Root-Rechte haben möchte, muss in den Entwickleroptionen „Root-Zugriff“ entsprechend anpassen. Zusätzlich sollte auch ein Blick in die Einstellungen unter „Datenschutz“ interessant sein. Hier könnt ihr im Play-Store zwangsweise erteilte Berechtigungen von installierten Apps zurückziehen bzw. nur auf Nachfrage erlauben. So fand ich es zum Beispiel sehr erstaunlich, wie oft WhatsApp auf das Adressbuch zugreifen möchte…

In den nächsten Tagen experimentiere ich wohl noch ein wenig herum, es könnte also noch etwas zum Blogeintrag hinzukommen 😉

Edit (12.1.16): Nach ein paar Tagen Testen kann ich nun folgendes sagen: Ich bin im großen und Ganzen zufrieden. Hin und wieder mal ein Absturz ist in Ordnung (weniger als täglich), hin und wieder ein millisekundenlanges Hängen auch. Ansonsten habe ich noch ein reproduzierbares Problem bei Snapchat festgestellt, das beim ersten Starten statt dem Kamerabild ein grünes Bild zeigt (lässt sich durch umschalten der Kamera lösen). Da Nervigste sind die immer wieder auftretenden Verbinungsabbrüche beim Wlan (das Telefon bleibt im Wlan aber kann keine Verbindung mit dem Internet aufnehmen. Erst ein Aus- und wieder Einschalten löst das Problem.) Da ich nichts diesbezüglich im Forum gefunden habe, mag das aber auch (wenigstens zum Teil?) an meinem grottigen Wlan und tatsächlichen Internetausfällen liegen. Ansonsten bin ich seeeeeehr zufrieden und werde bei Gelegenheit das Update einspielen – ja es gibt nun Version 3.0! Vielleicht haben sich ja dort die genannten Probleme schon erledigt. 😉

Trauung mit Skype

Zwischenzeitlich beim AufräumenWas tut man eigentlich, wenn eine Trauung/ Taufe/ Konfirmation ansteht und die Verwandtschaft aus was für welchen Gründen nicht physisch dabei sein kann? Klar, man bittet den Pastor* um eine Onlineübertragung.

Wie einige von euch wissen, war ich die letzten Jahre öfter mal an Experimente mit Gottesdienst und Internet beteiligt. Aus heiterem Himmel traf es mich diesmal – und das in einem völlig unerwarteten Kontext. Im Traugespräch erzählte das Paar, dass ein Teil der erwarteten Gäste nicht in der Kirche sitzen könnten, da sie mehrere hundert Kilometer entfernt lebten und die Reise aus guten Gründen nicht in Frage kam. Und so stellte mir das Brautpaar die Frage, ob wir die Hochzeit nicht per Skype übertragen könnten.

„Klar, können wir“ – war meine erste Reaktion, meine zweite „Mist, wir sind auf dem Dorf und in der Kirche. Wo kriegen wir da eine stabile und schnelle Internetleitung her?“

Problem 1: Die DSL-Leitungen haben, nun ja, auf dem Dorf manchmal so ihre Tücken. Glücklicherweise sind sie mittlerweile recht stabil. Am Wochenende kann es trotzdem schon mal vorkommen, dass die Geschwindigkeit drastisch absackt, weil einfach zu viele Mensch zuviel gleichzeitig über eine dünne Leitung nach Außen tun.

Problem 2: Im hügeligen Südosten von Lippe kann es durchaus vorkommen, dass das UMTS- oder LTE-Netz nicht dahin kommt, wo man es braucht. Unser Gemeindehaus ist leider so ein klassisches Beispiel.

Problem 3: Wir haben eine alte Kirche mit seeeeehr dicken Mauern, was für Funkverbindungen ja generell schlecht ist.

Einen Nachmittag haben wir uns Zeit genommen, eine Lösung zu finden. Eine Wlan-Funkstrecke vom Gemeindehaus in die Kirche schied aus (keine Sichtverbindung und zu große Distanz) und in der Nachbarschaft ab es kein Wlan mit ausreichend starkem Signal. Also mussten wir mit UMTS/LTE arbeiten.

Wir haben und durch alle Netze durchprobiert und schließlich eins gefunden, was uns wenigstens ein Standard-UMTS und manchmal ein HSPA bot. Dabei haben wir mit unseren Handys verschiedene Punkte innerhalb und außerhalb der Kirche abgeklappert und geguckt, wo der Netzempfang ausreichend war (Signalstärke und Internetgeschwindigkeit!). Einen guten Empfangspunkt konnten wir erst gute fünf** Meter vor der Seitentür der Kirche finden. Zu allem Überfluß produzierte der Router, den wir dort aufbauten kein ausreichend starkes Wlan-Signal, um in die Kirche (bzw. an den richtigen Ort in der Kirche) zu senden. Also blieb und nichts anderes übrig als die Verbindung zwischen Router und UMTS-Stick per USB-Verlängerung zu vergrößern.

skizzeSchlußendlich habe ich den Stick in einen Mikrofonständer geklemmt und diesen mit einem Gefrierbeutel gegen Regen gesichert. Dann die fünf Meter USB-Kabel bis zum Router in die Kirche gelegt, und von dort aus das Wlan zum Tablet (wir hätten natürlich auch etwas anderes für die Übertragung nehmen können) gespannt.

Und es hat funktioniert! Abgesehen von einem Verbindungsabbruch in der Trauansprache ist alles wunderbar gelaufen.

Für die Techies: Ich habe in Ermangelung eines LTE-Sticks einen gewöhnlichen UMTS-Stick von ZTE eingesetzt. Bei noch schwierigeren Bedingungen hilft ein Stick, der den Anschluß einer externen Antenne zulässt. Dazu einen zugegeben teueren Router der Marke Dovado (Vorteil: Zwei USB-Anschlüsse für Sticks und damit Redundanz, falls ein Stick ausfällt). Dieser Router hat sich glücklicherweise auch selbst neue Einstellungen gesucht, als wir kurzfristig umdisponieren mussten. Dazu haben wir ein Samsung-Tablet mit der Skype-App verwendet, die sich leider etwas anstellte, was die Kamera-Auswahl anging.

Ausblick: Das nächste Mal setze ich einen Ehrenamtlichen neben das Skype-Gerät, der bei einem Verbinungsabbruch schnell eingreifen kann. Zusätzlich würde ich das Gerät außerSichtweise stellen (zumindest das Bild mit den angerufenen aus dem Blickfeld nehmen), damit das Brautpaar nicht abgelenkt wird. Denkbar ist auch eine Trennung von Kamera und Gerät, wie etwa mit Webcam, Verlängerungskabel und einem Laptop.

* bzw. den Vikar 😉

**Fünf Meter sind bei USB die magische Länge, darüber hinaus braucht man in den meisten Fällen eine aktive Verlängerung mit Signalverstärkung.

QR-Codes in Scribus

Heute stand ich vor einem kleinen Problem: Ich wollte einen QR-Code in ein Plakat einbauen, das ich mit Scribus gestaltet hatte. Eigentlich kein Problem, wenn es da nicht die Aversion von PDF-X3 und einigen Druckereien gegen Transparenz gäbe.

Was also tun, wenn der Hintergrund nicht einfarbig ist? In meinem Fall war es ein seitenfüllender Farbverlauf der in Größe des QR-Codes kaum vernünftig nachzubauen gewesen wäre. Um so schlimmer, wenn es um Fotos im Hintergrund geht…

Lösung: Generiert euren QR-Code mit einem Tool, das den SVG-Export ermöglicht (z.B. http://qrcode.littleidiot.be ). Nun fügt ihr diesen über Menü:Datei -> Importieren -> Vektorgrafik importieren ein. Bei meinem war nun ein hässlicher weißer Rahmen um den eigentlichen Code, der sich mittels Rechtsklick auf den QR-Code und Gruppe auflösen oder ctrl+shift+g leicht entfernen lässt.

Jetzt habt ihr einen Skalierbaren QR-Code ohne Hintergrund in eurem Druckprojekt, der keinerlei Transparenzen hat, weil der QR-Code an sich wiederum nur aus einer Gruppe von vielen kleinen quadratischen Objekten besteht.

 

Zusatzaufgabe – Farbe verändern: Scribus hat die großartige Funktion Farben zu ersetzen. So könnt ihr leicht mittels Menü:Bearbeiten -> Farben ersetzen und Hinzufügen und zweimal OK die mit dem QR-Code importierte Farbe „FromSVG#…“ in eine beliebige andere Farbe verwandeln.

Apple – meine Marke, mein Verein, meine Religion

Ich hatte gestern ein neues MacBookPro in der Hand und letzte Woche eine Zenbook UX21. Im Vergleich zum Zenbook sah das MacBook irgendwie altbacken aus und fasste sich auch nicht so gut an. Alles Geschmackssache – klar! Ich ließ mich dann dazu hinreißen, folgendes zu twittern:

MacBookProIch habe weder polemisch noch verletzend formuliert und doch bekam ich prompt Antwort: Ob ich ein Beispiel anführen könnte und ach, das wäre doch sowieso nur eine Kopie von Apple.

Ich muss gestehen, ich war früher auch so. Zu Zeiten von MacOS 7 und 8 habe ich Apple auch verteidigt und ein Streit mit einem DOSen-Besitzer (für alle nicht-eingeweihten: PC-Besitzer/ Microsoftnutzer) mit nahezu religiösem Eifer geführt. Damals war Apple ein Underdog. (Ja immer noch einer mit einem Millionenumsatz, aber gegen Microsoft war das so gut wie nichts. Und in Deutschland war das Mac/PC-Verhältnis noch wesentlich schlechter als in den USA.) Heute schafft es Apple, sich trotz seiner Marktführerschaft in einigen Gebieten das Image eines Underdogs beizubehalten. Durch geschickte Werbung und Aktionen versteht es Apple wie kein (kaum?) ein anderes Unternehmen, seine Anhänger für sich zu begeistern und für sich streiten zu lassen. Trotz der diversen Pannen und teils lächerlich wirkenden Patentprozesse kommen die „Apple-Fanboys“ wie Kai aus der Kiste, wenn auch nur der Anschein von Kritik kommt. Solche Reaktionen kenne ich sonst noch von ein paar Fußballfans, die sich im Ernstfall sogar für ihren Verein prügeln. Beide gemeinsam haben eine starke Marke, ein Markenzeichen, das gehegt und gepflegt wird. Apple liefert mit jedem verkauften MacBookPro zwei Apple-Aufkleber mit, Fußballfans schmücken sich freiwillig mit den Vereinsfarben und Logos (auch wenn es gar nicht zum Rest der Kleidung passt).

Meine Frage als angehender Theologe ist: Müssten wir als Kirche nicht auch viel mehr Markenpotenzial entwickeln? Mit den drei Buchstaben EKD in altrosa geht das jedenfalls nicht. Und was ist mit dem ökumenischen Rat der Kirchen? Ich habe jedenfalls kein Logo, keine Wortbildmarke von denen im Kopf, das gleiche gilt für die Weltbünde. Erst auf Landeskirchenebene fallen mir ein paar Logos ein, aber auch das – auf jeden Briefkopf und jede Veröffentlichung ein Logo drauf zu packen – ist kein Markenmanagement:

Das Markenmanagement wird als ein integrativer, funktionsübergreifender Bestandteil der Unternehmensführung verstanden, welcher auf der hierarchisch höchsten Führungsebene im Unternehmen verankert sein sollte.

Eine Marke ist das Ergebnis einer Vielzahl über einen längeren Zeitraum durchgeführter Maßnahmen und der hierauf basierenden Erfahrungen der Nachfrager. Der Managementprozess der Planung, Koordination und Kontrolle dieser Maßnahmen kann als Markenführung bezeichnet werden.

(Quelle: Wikipedia, Brand Management)

Es geht um Kommunikation – eigentlich doch eine Kernkompetenz von Kirche, oder? Warum also sind der BVB und Bayern München, Apple und CocaCola so viel besser darin, ihre Marke zu pflegen? Hat die Kirche das Potenzial einer Marke noch nicht erkannt? Ist sie zu zersplittert (ja selbst innerhalb der Landeskirchen), um eine gemeinsame Marke zu pflegen? Traut sich die Kirche nicht, Markenmanagement zu betreiben, weil es aus dem Unternehmensumfeld kommt? Oder hat es einen anderen Grund, dass wir so wenige Mitglieder haben, die bei einem verbalen Angriff gegen die Kirche offen ihre Meinung sagen?

Was meint ihr?

(Einen interessanten Text dazu habe ich bei Kirche im Aufbruch gefunden.)

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